RSS feed for Heiko
  • Blood and Black Lace

    Blood and Black Lace 1964

    ★★★★★ Added

    Mario Bava, der Vater des Giallo. Ein Jahr vor BLOOD AND BLACK LACE (BLUTIGE SEIDE) schuf er mit THE GIRL WHO KNEW TOO MUCH den allerersten Giallo überhaupt. Ein Jahr später legte er eben mit BLUTIGE SEIDE eine Blaupause für das gesamte Genre vor. Sein Film lässt eine einfachste Kriminalgeschichte zu einer brutal-voyeuristischen Schau in die kleinen und großen Abgründe der "besseren Gesellschaft" (oder der Menschen, die sich dafür halten) werden. Dabei ist er immer perfekt fotografiert und ausgeleuchtet. Ein…

  • House of Flying Daggers

    House of Flying Daggers 2004

    ★★★½ Added

    In der Tat: HOUSE OF FLYING DAGGERS ist ein hübscher Film. Um jeden Preis möchte dieser den Zuschauer überwältigen: mit seinen farbenprächtigen Bildern, einer zurückhaltenden aber gekonnt eingesetzter Kameraarbeit oder den gut choreographierten Kampfsequenzen. Dieses "Arthouse Martial Arts" ist in diesem Falle aber auch style over substance. Erst gegen Ende nimmt das Drehbuch die lose ausgelegten Fäden über Liebe und das Stellen eigener Bedürfnisse über die einer Gruppe auf. Bis dorthin kann HOUSE OF FLYING DAGGERS mit seiner Schönheit betören…

  • 10 Cloverfield Lane

    10 Cloverfield Lane 2016

    ★★★ Added

    Der Film spielt mit den Erwartungen des Zuschauers und enttäuscht, da er den einfachsten (offensichtlichsten) Weg geht. Das Potenzial, welches im kammerspiel-artigen Plot schlummert, wird spät ausgereizt. 10 CLOVERFIELD LANE braucht lange, bis er in Fahrt kommt und dann ist es schon fast zu spät, all die verpasste Zeit aufzuholen. Wie gut, das John Goodman dafür eine wunderbare Performance liefert, was den Film in seinen schwächsten Momenten rettet.

  • The Blind Spot

    The Blind Spot 2013

    ★★★ Added

    An und für sich behandelt DER BLINDE FLECK mit den Hintergründen des Attentats auf das Münchener Oktoberfest 1980 ein interessantes Thema. Trotz seiner routinierten Machart krankt der Film an seiner eigenen Ambition. Ein Politthriller amerikanischer Prägung ist er zu keiner Zeit, trotz der atmosphärisch gelungenen Treffen Fürmanns mit seinem Informanten Meier an menschenleeren Plätzen. DER BLINDE FLECK ist zu deutsch in seinem Wesen, dokumentarisch und nüchtern gehalten. Da hilft auch nicht das etwas klischeehaft gezeichnete Privatleben von Fürmanns Figur weiter:…

  • The Invitation

    The Invitation 2015

    ★★★★ Added

    Was für ein starker Film. Er lässt sich (sehr viel) Zeit um seine Geschichte zu entwickeln und diese voranzutreiben. Dabei schafft es Regisseurin Karyn Kusama eine unheilvolle, Dichte Atmosphäre zu schaffen. Dieses Unbehagen hält der Film bis zu seinem Ende komplett durch und schickt den Zuschauer zusammen mit dem sehr gut gezeichneten und dargestellten Protagonisten Will in einen nervenaufreibenden Abend. Die restlichen Figuren fühlen sich manchmal wie Beiwerk Antwort, allerdings nicht so schablonenhaft wie in anderen Filmen. Das einzige, was…

  • Hatchet for the Honeymoon

    Hatchet for the Honeymoon 1970

    ★★★★ Added

    Zu Beginn der Hochphase der Gialli, im Jahre 1970, schuf Mario Bava einen Film, der weit weg von den typischen Formeln des Genres ist. Einen Grundzug übernimmt er: Das Trauma, dass für die Morde im Film verantwortlich ist, liegt im Vergessen. Ergründet wird es weniger vom Polizisten, der hier eine Nebenfigur ist, sondern vom Mörder selbst. HATCHET FOR A HONEYMOON ist ein pulpiges Psychodrama mit zurückhaltender Fotografie, die doch einige sehr hübsche Einstellungen bietet. Thrill und Suspense sind nebensächlich, leider…

  • Planet of the Vampires

    Planet of the Vampires 1965

    ★★★★ Added

    Planet der Vampire ist ein sehr gutes Beispiel, wie Bava es verstand, vom sichtbaren geringen Budget mit Beleuchtung und interessanten Einstellungen abzulenken. Bavas Film hat eine einfache, redundante Geschichte die selbst an und für sich knackige 84 Minuten etwas zu lang erscheinen lässt. Man sieht gerne darüber hinweg, entschädigt Planet der Vampire doch mit einer immer bedrohlichen Stimmung und dichten Atmosphäre. Hier trifft Science-Fiction auf Elemente des Gothic Horrors. Dazu fühlt man sich auch etwas an das Paranoiakino der 50er Jahre innerhalb des Science-Fiction-Genres erinnert. Das der Film heutzutage aufgrund seines geringen Budgets drollig oder trashig erscheint: Nevermind. Der mehr als gute Gesamteindruck des Films überwiegt.

  • Shakma

    Shakma 1990

    ★★ Added

    Es gab und gibt immer wieder (Low Budget-)Filmemacher und Autoren, die meinen, dass abgedunkelte und einsame Gebäudekomplexe genug Spannung erzeugen. So auch in Shakma. Dabei ist der Film ohnehin ein komplettes Ärgernis, der auf der positiven Habenseite die einigermaßen gut gemachten Affenangriffe und zwei/drei nette Einstellungen zu bieten hat. Aber auch der aggressive Pavian ist machtlos gegen komplett fehlende Dinge wie dem Spannungsaufbau und einer schlüssigen Story.

  • Bride of Re-Animator

    Bride of Re-Animator 1989

    ★★★★ Added

    Nicht nur der Name des Films alleine ist schon eine Anlehnung an die klassichen Gothic-Horrorfilme von Universal wie z. B. BRIDE OF FRANKENSTEIN. Diesen Weg beschreitet die Fortsetzung von RE-ANIMATOR mit einer schönen Ausstattung und Atmosphäre, welche die damalige Kunst des Horrors mit dem der Gegenwart verbindet. Die famosen Effekte tragen dazu noch bei, um Herbert West und Dan Cain beim Kampf gegen den Tod und der Erschaffung von neuem Leben zu begleiten. BRIDE OF RE-ANIMATOR ist dabei spürbar auf…

  • Re-Animator

    Re-Animator 1985

    ★★★★ Added

    Lovecraft hätte den Film abscheulich gefunden. Trotzdem gehört der Film - auch wenn er doch recht frei mit dem Stoff umgeht - zu einer der guten Lovecraft-Adaptionen. Mit Bruce Abbott, Barbara Crampton, David Gale und vor allem Jeffrey Combs besitzt der Film unglaublich gut aufgelegte Darsteller, die den Film auch durch kleine Handlungsdurchhänger tragen. Zusammen mit seinem makabren Humor und fantastisch (auch heute noch) funktionierenden Effekten gehört der Film mittlerweile wirklich zu den Klassikern des Horrorfilms.

  • Man Of Iron

    Man Of Iron 1972

    ★★★½ Added

    Die Quasi-Fortsetzung von DER PIRAT VON SHANTUNG. Es mag an Chen Kuan-Tai liegen, dass ich hier nicht groß in den ansonsten recht sorgfältig gemachten Film eintauchen kann. Der Hauptdarsteller des Films ist etwas zu steif in seinen Spielszenen, was die sich langsam aufbauende Handlung ausbremst. Zudem fühlt sich diese auch etwas aufgebläht an; hier wäre Reduktion recht gut gewesen. Daran krankt auch der bereits erwähnte "Vorgänger". Die Action geht in Ordnung; das Herzstück - die finale Keile am Ende - ist ein wahrer Brecher. Leider ein Shaw-Film mit einigen Schwächen, der aber doch noch gut anzuschauen ist.

  • The Signal

    The Signal 2014

    ★★★½ Added

    Der Indie-Low Budget-Sci Fi-Film vereint irgendwie drei Filme in einem. Ein Road Trip mit leichtem Beziehungsdrama, spröde anmutende Science Fiction die von ihrer Stimmung grob an THE ANDROMEDA STRAIN erinnert und gegen Ende kommt auch noch ein wenig Action. Das Zueinanderfinden der beiden Protagonisten während der für sie erschreckenden "Tour de Force" und der Zusammenhalt in schweren Situationen - hier durch den phantastischen Aspekt dargestellt - wird von THE SIGNAL nett in den Hintergrund gestopft. Seine Sprunghaftigkeit zwischen den angesprochenen…