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  • The Woman in Black

    The Woman in Black 2012

    ★★★½ Added

    Schön altmodisch gehaltene Geistesgeschichte. Selbst wenn der Film sich in überschaubaren Bahnen des klassischen Horrorkinos bewegt: sein Gespür für Atmosphäre, die gut getimten Gruselmomente und eine Geschichte mit tragischem Hintergrund lassen ihn im Endeffekt mehr als okay wirken. Radcliffe in seiner ersten Rolle nach Harry Potter macht seine Sache ebenfalls gut. Gothic Horror/Geisterhorror der wieder gegründeten Hammer Studios. Altbekannt, aber eine gute Verbindung einer klassischen Geistesgeschichte mit zeitgenössischer Art des Gothic Horrors.

  • The Book of Eli

    The Book of Eli 2010

    ★★★★ Added

    Die Hughes-Brüder werfen hier eine dystopische Zukunftsvision mit der Ästhetik und dem klassischen Storyaufbau eines Italowesterns zusammen. Natürlich ist die Art und Weise, wie nun die Geschichte erzählt wird und aufgebaut ist, sattsam bekannt. Zudem hat er eine langsamere Erzählweise, aber: im Ganzen gesehen stimmt einfach alles. Washington und Oldman spielen gut, die Action stimmt, die Optik ist unglaublich klasse. Der Mad Max/Italowestern-Mix funktioniert und der christliche Unterbau ist glücklicherweise nicht allzu kitschig und bekehrend ausgefallen. Seine Beobachtung über die Macht des Glaubens erscheint innerhalb einer Mainstream-Genre-Produktion angenehm zurückhaltend.

  • Night of the Sorcerers

    Night of the Sorcerers 1974

    ★★★½ Added

    Von de Ossorio kennt man eigentlich nur seinen DIE NACHT DER REITENDEN LEICHEN und die drei Fortsetzungen. Mehr müsste man auch nicht kennen, aber: formal ist dieser Film durchschnittlicher Horrorkäse; ein filmischer Gruselgroschenroman. Von Anfang an gibt's nackte Haut, die Handlung dazwischen ist dünn und Mittel zum Zweck. Die deutschen Dialoge teils herrlich dämlich, die Leopardenfrauen hüpfen wie bei Grundschul-Schulhof-Spielen durch den "afrikanischen Dschungel" (spanischen Wald). Aber: es hat Charme, verdammt! Eurotrash der unterhaltsamen Sorte und in seinen wirklich guten (kleinen) Momenten zeigt De Ossorio, das er ein Gespür für Atmosphäre hat.

  • Inside Out

    Inside Out 2015

    ★★★★ Added

    Ach Pixar. Habt ihr auch schon mal schlechte Filme gemacht? Hinter der quietschbunten Fassade steckt ein hübscher erwachsener Umgang mit der kindlichen/menschlichen Gefühlswelt. "Alles steht Kopf" ist manches Mal vielleicht ein wenig zu aufgedreht, aber er kann mit so vielen fantasiereichen Ideen das Herz erweichen, das man dies gern in Kauf nimmt.

  • Howl

    Howl 2015

    ★★★ Added

    Großes Geheul, nichts dahinter: die mit Potenzial daherkommende Ausgangslage die Bedrohung einer bunt zusammengewürfelten Gruppe durch Werwölfe in den engen Raum eines Zuges zu packen, wird nicht ausgeschöpft. Mäßiger Spannungsaufbau und sehr überzeichnete Figuren stehen im Kontrast zu okayer Maskenarbeit (schade: die Wölfe sind nicht das Gelbe vom Ei), anfänglich hübscher Atmosphäre und guter, technischer Arbeit. Wenn selbst der Protagonist einem öfters auf den Keks geht und bei allseits bekannten Mustern leider die Dynamik fehlt, bleibt zum Schluss nur Durchschnitt.

  • Gambling City

    Gambling City 1975

    ★★★½ Added

    Weniger traditionellener Poliziottescho, mehr ein auf klassischen Tragödien aufbauendes Gangsterdrama. Den dramatischen Part der bekannten Geschichte beherrscht Regisseur Martino nur bedingt. Gerade in der zweiten Hälfte entsteht eine gewisse Länge, als würde Martino in der Geschichte festhängen, Trotzdem sehr gut gemacht. Darstellerisch sehr ordentlich und hübsch fotografiert.

  • Project: Metalbeast

    Project: Metalbeast 1995

    ★★★ Added

    Standardhorror für den Videomarkt der 90er. Sehr behäbig, kaum spannend, konventionell erzählt, dafür bemüht, Atmosphäre zu schaffen. Der gewisse 90er Low Budget-Charme und seine netten Effekte und Masken können dem Film gewisse positive Aspekte schenken.

  • MASH

    MASH 1970

    ★★★½ Added

    Seinen beißend ernsten Unterton, der den Schrecken und Wahnsinn des Krieges auf den kleinen Kosmos des MASH zusammenfaltet, verliert sich in seiner episodenhaften Erzählweise. Das Groteske überwiegt, welches durch seine tollen Darsteller ebenfalls gefällig ist, doch sie verwässert den starken, kritischen Unterton, welchen MASH zuerst besitzt. Gerade seine schmutzige Farbgebung und das herrschende, anarchische Chaos gehen leider unter. Altman schöpft das Potenzial nicht komplett aus.

  • The Cabin in the Woods

    The Cabin in the Woods 2012

    ★★★★½ Added

    Meta-Horrorkino, dass im ersten Blick sämtliche Konventionen des Genres bedient und in bester Regelmäßigkeit mit diesen bricht. Trotz all seiner ironischen Untertöne ein gefälliger Horrorfilm, hübsch zügig inszeniert und durch seine nerdige Überdrehtheit sehr sympathisch rüberkommt.

  • Tucker and Dale vs Evil

    Tucker and Dale vs Evil 2010

    ★★★★ Added

    Backwood-Horrorfilme? Gerne! Als Komödie? Rabenschwarz? Sehr gerne! Urkomischer Film, der durch ein riesengroßes Missverständnis viele kleinere mit sich zieht und die beiden harmlosesten Hillbillies des Subgenres ins Chaos zieht. Die Mechanismen des Genres werden perfekt veralbert, dabei wirkt das ganze nie zu sehr bemüht und ist auch nicht übermäßig gezwungen lustig. Die Umkehrung der Genre-Mechanismen funktioniert perfekt. Tucker and Dale - die Hillbillies der Herzen!

  • ChromeSkull: Laid to Rest 2

    ChromeSkull: Laid to Rest 2 2011

    ★★ Added

    War der erste Teil wenigstens noch mit einigen Spannungsmomenten versehen, so geht dies dem zweiten Teil völlig ab. Nahtlos geht die Geschichte um den motiv- und namenlosen Killer mit dem Chromschädel weiter, allerdings ist das drumherum äußerst öde inszeniert. Dieses erweist sich zähflüssiger als der klebrig-cremige Inhalt so manchen Schokoriegels, nur das dies eben nicht wirklich schmecken mag.

    Die mit logistischen Meisterleistungen für den Killer im Hintergrund ausführenden Personen sind unglaubwürdig, zusehr "Over the Edge" und nicht wirklich passend. Diese…

  • Laid to Rest

    Laid to Rest 2009

    ★★★½ Added

    Modernere Slasher kranken ja schon daran, dass die abertausenden Schlitzer-Schocker, die Independent gedreht werden, durch die daraus resultierende Direct-To-Video-Produktion mit ihren Digitalkameras kaum dichte Atmosphäre geschenkt bekommen. Immerhin war dies in den 80ern das A und O für die meisten dieser Filme. Und die meisten Meuchler, welche die tumben Teens durch den Wald, das Camp, die Vorstadt oder ähnliches jagen durften, hatten ja dann doch sowas wie eine Hintergrundgeschichte, die ihnen einen triftigen Grund für das Morden gab.

    Dies findet…