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  • When a Woman Ascends the Stairs
  • Kuroneko
  • Ivan's Childhood
  • Port of Shadows

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  • Fallen Angels

    ★★★

  • Under the Olive Tree

    ★★½

  • Lost Youth

    ★★

  • Difficult Years

    ★★★

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  • Vampyr

    Vampyr

    1932 schuf Carl Theodor Dreyer einen der bemerkenswertesten Vampirfilme der Kinogeschichte. Vampyr ist deutlich weniger streng komponiert als die anderen Arbeiten des Dänen und zieht uns mit einer surrealen Bilderflut in eine magische Parallelwelt. Mit tollen Schatten-Effekten baut der Hybrid aus Ton- und Stummfilm eine märchenhafte Stimmung auf und entwickelt sich zum mäandernden Fiebertraum, der sich im Nachhinein kaum noch entschlüsseln lässt und dichter bei David Lynch als bei Dracula zu verorten ist.

    Ausführliche Kritik auf Filmsucht.org

  • Intentions of Murder

    Intentions of Murder

    Die Filmografie von Shôhei Imamura umfasst viele schwierige und kontroverse Werke, doch Intentions of Murder sticht trotzdem heraus: Die Leidensgeschichte einer vergewaltigten Frau, die eine Beziehung zu ihrem Peiniger aufbaut und sich darüber emanzipiert, erweist sich als herausfordernde Filmerfahrung. Imamura pfeift auf Moralfragen und erforscht komplexe Gefühlswelten abseits gängiger Konzepte von Liebe und Hass. Der Regisseur verstärkt den nihilistischen Eindruck seiner Tour de Force durch einen messerscharfen Schnitt und ungewöhnliche Perspektiven; umso mehr überrascht es, dass Imamura zwischen finsteren Winterbildern und menschlichen Abgründen einen unerwarteten Humanismus zutage fördert.

    Ausführliche Kritik auf Filmsucht.org

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  • Crash

    Crash

    J. G. Ballards bemerkenswertester Roman Crash galt lange als unverfilmbar: Die 240 Seiten strotzen nur so vor explizitem Sex; eiskalt und medizinisch beschreibt Ballard den Akt, immer abseitiger greifen die Interieurs der Autos, deformierte Körper und Sex ineinander. Ballard formuliert eine Horrorvision, in der die Technologie die Figuren vom eigenen Menschsein entfremdet.

    Ein passendes Sujet also für David Cronenberg, der Ballards Hyperrealismus mit einen paradoxen Kunstgriff adaptiert: Er kombiniert ein intimes Storytelling mit einer distanzierten Inszenierung. Mit diesem Widerspruch neutralisiert…

  • Johnny Guitar

    Johnny Guitar

    Johnny Guitar ist der ungewöhnlichste Western seiner Zeit. Regisseur Nicholas Ray nutzt das Genre als Folie für ein überlebensgroß angelegtes Melodram, das Geschlechterrollen verkehrt und vor Sex nur so vibriert. Die farbenprächtigen Bilder und ein politischer Subtext werten den billig produzierten Klassiker zusätzlich auf.

    Alles in diesem Film – Drohungen, Schüsse, Lynchjustiz – resultiert aus sexueller Macht und der Gier nach Körperlichkeit. Die Figur von Joan Crawford wird (auch) wegen ihrer sexuellen Selbstbestimmung angefeindet. Die Antagonistin Emma Small besitzt hingegen…