X-Men: Apocalypse ★★★

Warum mochte ich diesen Film so viel mehr als den ähnlich überbordenden und von der Geek-Kritik gefeierten "Captain America: Civil War"?

Vielleicht weil er genau drei Kämpfe hat, zwei kurze am Anfang und in der Mitte und einen großen am Schluss. Weil er nicht von beliebiger Actionsequenz zu Actionsequenz robbt, sondern zwischendurch mit menschlicher Dramatik begeistert. Weil man zu (fast) jedem Zeitpunkt weiß, warum ein Charakter tut was er tut (Psylocke, Angel und Storm mal ausgenommen - größte Schwäche des Films). Und weil er den Camp offen umarmt, statt ihn ironisch zu vereinnahmen.

Dass am Ende trotzdem wieder das Schicksal der Welt in einem Strudel aus irgendwelchen Teilchen auf dem Spiel stehen muss (WAS macht Magneto da noch mal genau?) ist zwar tatsächlich auch langweilig, aber es ist nur die Kulisse für das allzu Menschliche, was sich eigentlich abspielt. Das ist kreativ und letzten Endes unkompliziert - und es lohnt sich.