Judas and the Black Messiah

Judas and the Black Messiah ★★★½

Ich habe mich im Vorfeld sehr auf diesen Film gefreut und war gespannt, wie es Shaka King hier gelingt, die Geschichte Fred Hamptons, den ich zugegebener Maßen erst seit "Trial of the Chicago 7" kenne, in einen Film zu verpacken.
Aber im Gegensatz zum Gerichtsdrama von Aaron Sorkin wollte es mir nicht so ganz gelingen in den Film reinzukommen.

Ohne Zweifel ist das wahre Schicksal Fred Hamptons eine bewegende Geschichte, doch hätte ich mir hier einen mitreißenderen Film erwartet, dessen Story mich immer tiefer hineinzieht und meine Spannung immer weiter steigen lässt.
Vielleicht waren meine Erwartungen aber einfach zu hoch oder die falschen, den eigentlich ist Judah and the Black Messiah ein rundum gelungener Film.
Es gibt viele tolle Einzelmomente in denen das Potential der Geschichte erkennbar wird und die vermitteln, welchen Einfluss Fred Hampton und die Black Panther Bewegung hatten.
Jedoch schafft es der Film nur bedingt, mein Interesse für die Figuren, deren Beweggründe und die Tragweite der Geschichte zu erwecken.
So fehlte mir irgendwie die Spannung und das Mitgefühl für die einzelnen Charaktere, was jedoch nicht heißt, dass diese schlecht gespielt wurden.

Ganz im Gegenteil, denn der Cast ist die große Stärke dieses Thriller-Dramas.
Man könnte nun diskutieren, wer hier Haupt- und Nebendarsteller ist und auch dass sowohl Daniel Kaluuya als auch LaKeith Stanfield als Nebendarsteller nominiert wurden, davon abgesehen spielen aber beide absolut großartig. Kaluuya wurde dann auch mit dem Oscar ausgezeichnet und das durchaus verdient. Immer wieder schafft er es sein Talent unter Beweis zu stellen und zu beweisen, dass ihm (hoffentlich) noch eine große Karriere bevor steht.
Aber auch Stanfield zeigt eine großartige Leistung und schafft es nach diesem Film auch bei mir jetzt hoffentlich präsenter in Erscheinung zu treten.
Und natürlich muss man noch Jesse Plemons erwähnen, der wieder gut spielt, jedoch von den beiden gerade genannten, doch überschattet wird.

Am Ende ist Judas and the Black Messiah ein Film, den ich eigentlich viel lieber mögen möchte, als ich es am Ende tue.
Es ist ein wichtiger und auch wirklich guter Film, der es nur nicht schaffte, mein Interesse und meine Gefühle in dem Maße zu wecken, wie ich es mir gewünscht und vielleicht auch erwartet habe!

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