Godzilla: The Planet Eater ★★★★

Auf das Finale hat man gewartet. Godzilla: The Planet Eater verspricht einen epischen Kampf von Gojira gegen Ghidorah, doch es wird etwas anders als man denkt. Man verpasste Ghidorah ein neues Design und macht ihn noch epischer. Dabei muss man als Fan der japanischen Godzilla Filme aber auch etwas einstecken. Denn es ist ein anderes Monster als man es noch von seinem ersten Auftritt in Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah kennt. Auch ist es einer der wenigen Godzilla Filme, wo man Sex andeutet. Ansonsten ist die Reihe immer sehr Familienfreundlich und man verzichtet auf sowas. Es gibt zwar immer wieder Filme die etwas aus der Reihe tanzen wie Frankensteins kampf gegen die Teufelsmonster, aber Sex war da auch nie Thema.

Godzilla war schon immer eine sehr moralische Figur in der Popkultur, entstand das Monster einst, als erinnerung an die Atombomben, die auf Japan fielen. Im laufe der Zeit wandelt er sich und war auch der Gute und kämpfte gegen die Bösen, manchmal auch als Metapher für die Besetzung Japans durch die USA, zu sehen in King Kong gegen Godzilla. In den zwei Teilen der Trilogie schimmerte das auch immer wieder durch. Vor allem nahm man wieder ein Thema auf, was man damals schon in Frankensteins kampf gegen die Teufelsmonster sah. Die Unweltverschmutzung und die Folgen. In Godzilla: The Planet Eater kommt das zu einem Abschluss. Es ist hier auch eine Frage der Moral und was richtig ist.

Der Kampf von Godzilla gegen Ghidorah gehört zu den beliebsten bei den Fans des Monsters. Es ist immer wieder ein heftiges Aufeinander treffen. Doch bei Godzilla: The Planet Eater kommt alles anders. Man hat auf Wunsch von Toho eine andere Richtung eingeschlagen. Das bekommt Ghidorah aber richtig gut. Auch das wir ihn nie komplett sehen, sondern nur seine drei Köpfe. Sein Auftreten ist unfassbar gut gemacht und ist schleichtend und kommt dann mit einem Knall.

Der Kampf der beiden Kaijus ist aber auch anders. Es ist das Finale und die letzten Konfrontation. Es ist die moralische Reise des Hauptcharakters und er ist der Einzige der den Ausgang beeinflussen kann. Das zeigt man uns, in einer langen Vision. Es können auf der Erde Sekunden sein, es ist aber wichtig. Denn dieser Moment baut einen neuen Mythos für Ghidorah. Dann gibt es den Kampf und es könnte eine kleine Enttäuschung sein, doch es passt perfekt zur Handlung von Godzilla: The Planet Eater.

Viel hat sich bei der Animation nicht geändert, es ist immer noch wie bei den zwei Filmen davor. Dennoch kann die CG-Grafik überzeugen. Es gibt sehr viele tolle Bilder, alleine das aufeinander Treffen von Ghidroah und Godzilla. Hier spielen die Farben auch eine wichtige Rolle. Denn Ghidorah strahlt in Gold und Godzilla ist hier Grau. Doch das ändert sich und Godzilla nimmt eine rote Farbe an und das ist ein sehr harmonische Bild, denn Rot und Gold passen gut zusammen. Auch sonst ist der Film in eher düsteren Farben gehalten, so sind die Momente, wo alles etwas Heller ist, wichtiger als der Rest.

Godzilla: The Planet Eater ist ein toller Abschluß der Trilogie, alles bekommt ein Ende und man zeigt Ghidorah von einer anderen Seite und schafft es sogar, aus Godzilla einen Helden zu machen. Was aber auch sehr passend für das Genre ist. Ansonsten bekommt man einen sehr moralischen Film geboten, der starke Kritik an Religion und Glauben bietet.