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  • Green Book

    Green Book

    ★★★★½

    Man mag mich nostalgisch verklärt nennen, aber so mag ich meine Filme: Kino, so klassisch erzählt, als wäre es 1995. Warmherzig, Charakter-getrieben und im gleichen Maße tragisch wie urkomisch. „Green Book“ verlässt sich klugerweise auf seine zwei brillanten Hauptdarsteller und das starke Drehbuch. Das ist natürlich nicht frei von Klischees und hat zum Thema Rassismus im Grunde auch nicht viel zu erzählen, außer die Stereotype, über die es sich beschweren mag, alle einzeln abzuspulen, aber - hach - meine Augen…

  • Aquaman

    Aquaman

    ★★★

    „Aquaman“ ist wie auf dem Jahrmarkt eine Runde „Break Dance“ fahren - ist definitiv nicht das beste Karussell, aber so bunt und laut und schnell, dass man das irgendwann gar nicht mehr mitkriegt. Oder um es mit einer anderen Analogie zu sagen: stellt euch „Sindbads siebente Reise“ vor, ohne Sindbad, dafür gerebootet als zweieinhalb Stunden Attacke auf alle Sinne - overstuffed, mit einem Drehbuch, in dem nichts wirklich Sinn macht und irgendwann spielt eine grauenerregende RnB-Coverversion von Totos „Africa“. 

    Und…

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  • Skyscraper

    Skyscraper

    ★★

    Neulich im Hauptquartier der SevenBucks Production. Der selbsternannte "hardest working man in show business" betritt den Raum, am Tisch sitzt bereits seine Armada von in jahrelanger Vetternwirtschaft zusammengekarrten Produzenten und Regisseuren.

    Produzent A: "Hey D, du...es lief jetzt schon seit etwa 3 Wochen kein neuer Film mit dir in den Kinos. Wir müssen da schnell was machen - die Fans entwickeln sonst noch The Rock-Entzug."

    Dwayne: "Ja klar, aber macht bitte schnell. Ich muss bis 14 Uhr noch die neue…

  • Klassentreffen

    Klassentreffen

    ½

    Til Schweiger-Filme sind immer ein bisschen so wie Turing-Tests für Gehirnamputierte - wer hier ernsthaft laut und ganz unironisch lacht, der hält auch kleine Kätzchen unter Wasser oder nascht heimlich am Fugenkleber im Badezimmer. 

    Schweigers-Filme sind dabei nicht einfach nur hohl und unendlich peinlich, sie rasseln auch auf inszenatorischer Ebene immer ganz haarscharf am Verdacht vorbei, von einer Hauptschulklasse im „Werken“-Unterricht zusammen geschustert worden zu sein, ohne dass ihnen jemand erklärt hätte, wie das eigentlich geht. Kein Dialog kommt ohne…