Palm Springs

Palm Springs ★★★★

Im Programm des Fantasy Filmfest 2020

Wenn ich eines Tages in eine endlose Zeitschleife geraten sollte, dann am Liebsten während ich gerade „Palm Springs“ gucke und die zuckersüße Dino-Szene läuft. Oder die herrlich zynische Anarcho-Montage im Mittelteil. Eigentlich egal - Hauptsache ich lächle dabei noch einmal so wie beim ersten Screening.

„Palm Springs“ ist was so viele US-Indiekomödien gern wären. Brillant gepaced, toll geschrieben, mit Dialogen, die gleichermaßen bissig wie schmerzhaft ehrlich sind, mit tollen Gags, die in Textform wie auch als Slapstick funktionieren. Mit Charakteren, die schrullig, liebens-, ein kleines bisschen aber auch hassenswert sind, denen ich aber genau deshalb so gern zusehe. Mit dem perfekten Soundtrack, der sich dennoch nicht unangenehm in den Vordergrund drängt. Und zwei klasse Hauptdarstellern, die nicht nur beide exzellent spielen, sondern eine wunderbare Chemie zusammen haben, die all das nochmal besser macht.

Instant classic? Kult? Keine Ahnung. Wird die Zeit zeigen. Aber Mensch, würd ich es dieser feinen, kleinen Nummer gönnen!