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  • The Call

    The Call

    ★½

    "The Call" ist kein schlechter Film, im Vergleich mit anderen Mainstream-Filmen der 2020er Jahren spielt er technisch und schauspielerisch in der oberen Liga und ist für Genre-Enthusiasten sicherlich von Interesse. Mich persönlich hat die Handlung in ihrer aufgesetzten Abstrusität schnell gelangweilt, während die gelackte, seelenbefreite Machart des Films mich vollends abgestoßen hat.

    Ich schaue wenige moderne Kommerz-Filme, weil ich mit der ausdruckslosen Werbeästhetik vieler zeitgenößischer Produktionen oft nichts anfangen kann. "The Call" ist ein Musterbeispiel eines "solide" gemachten Kommerzprodukts, das…

  • Forbidden Dream

    Forbidden Dream

    ★★★½

    Der zweite Film des Jahres 2019 nach dem enttäuschenden "The King's Letters" über den legendären koreanischen König "Sejong der Große" widmet sich dessen astrologischen Forschungen und stellt eine wunderbare platonische Liebe zwischen dem König (Han Suk-kyu) und seinem treuen Erfinder Jang Yeong-sil (Choi Min-sik) ins Zentrum der Handlung.

    Inhaltlich wählt Regisseur Hur Jin-ho eine etwas konfuse Flash-Back-Struktur - wir beginnen auf einem emotionalen Tiefpunkt der Beziehung beider Männer, um dann in die Vergangenheit zu derem Kennenlernen zu springen - welche…

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  • Joker

    Joker

    Wie konnte Joker zu dem Kino-Phänomen des Jahres 2019 werden? Vielleicht, weil die Figur des Joker so wunderbar als Projektionsfläche eigens wahrgenommener Erbärmlichkeit herhält.

    Er ist der Held aller Incels, rechter Amokläufer und Jung-Kommunisten, deren verblendeter Glaube an eine Anrecht auf Wahrnehmung ihnen den Freibrief zur Gewaltausübung und menschenverachtende Abwertung gegenüber vermeintlich privilegierten Gruppen in der Gesellschaft liefert.

    Der Joker ist damit keineswegs eine emanzipatorische Figur, sondern ein Produkt des egozentrischen Selbstanspruchs (vorallem) junger Männer, die ihr gefühltes Opferdasein als…

  • A True Story of the Private Ginza Police

    A True Story of the Private Ginza Police

    ★★★★

    In seiner audiovisuellen Brachialität oft im positiven Sinne abstoßender, offen anti-amerikanischer Vertreter des realistischen Yakuza-Films, indem Regisseur Jun'ya Sato die Tropes eines typischen Genre-Gerüsts aus Intrigen und stereotypen Gangster-Charakteren nutzt, um eine beispiellos wutentbrannte, oft grenzwertig reaktionäre Attacke gegen den blinden Materialismus-Wahn im kapitalistischen Nachkriegs-Japan abzufeuern.

    Kein Funken Subtilität, keine Charakterzeichnung, keine Humanität. stattdessen nur eine morbide Weise hypnotische Beschau menschlicher Verrohung und Abartigkeit, die durch Sato's furiose Regie, den brillanten Einsatz von eruptiver Jazz-Musik und die frenetische Kameraführung aber einen gewaltigen Eindruck hinterlässt, der lange nach dem Anschauen nachwirkt.