Before I Fall ★★★½

Edge of Tomorrow als Teenie-Mobbing-Drama - mit einer Prise Carrie und ein wenig "Life is Strange"-Feeling.

Kurzfassung: Mädchen durchlebt mit Clique den "Cupid's Day", erleidet am Heimweg der abendlichen Party einen Autounfall - und wacht am selben Tag morgens wieder auf.

Auch wenn die Charaktere teils die üblichen Abziehbilder des typischen Highschool-Films sind (es versammeln sich: das Mädchenschwarm-Arschloch, der großherzige Nerd, die mit ihrer Arroganz tieferliegende Problem kaschierende Beauty-Queen samt bitchigem Gefolge und natürlich der Psycho-Außenseiter), gerade die Hauptdarstellerin Zoey Deutch (übrigens Tochter von Lea Thompson, Marty McFlys Mutter) schafft es mit ihrer zurückgenommenen und natürlichen Art mitzureißen und den Film zu tragen.

An der Inszenierung selbst gibt es absolut nichts auszusetzen. Schöne Bilder, guter Erzählfluss.
Und das Ende ist vielleicht ein bisschen aufgesetzt, aus dramaturgischer Sicht aber absolut nachvollziehbar.

Einen Film zum Thema Mobbing an einem praktisch dafür prädestinierten Feiertag (am Cupid's Day werden an der Schule mit Nachrichten versehene Rosen an MitschülerInnen geschickt - und am Ende des Tages natürlich die Zahl der Rosen verglichen) spielen zu lassen, ohne diesen selbst wirklich zu thematisieren bzw. kritisieren, ist dann aber schon sehr amerikanisch.

"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" (der deutsche Titel ist der Buchvorlage geschuldet und nicht grundsätzlich schlecht, aber meiner Meinung nach nicht so passend wie der Originaltitel) ist ein Film darüber, mal wieder ein bisschen netter zu sein, den man sich durchaus anschauen kann.