• Hanau: Germany in Winter

    Hanau: Germany in Winter

    ½

    Uwe Boll lässt 60 Minuten den Täter sein Manifest vortragen, trägt so zu der von ihm gewünschten Historisierung bei und stellt die Ermordeten nur als identitätslose Zielscheiben dar — blendet aber zum Schluss noch #saytheirnames ein. 
    Wie kann man nur so wenig verstanden haben?

    https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/saytheirnames-55215/

  • Gladbeck: The Hostage Crisis

    Gladbeck: The Hostage Crisis

    Schockierendes Stück Mediengeschichte. Wiedermal ein Armutszeugnis für Polizeiarbeit. Enorm gut aufgearbeitet.

  • Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

    Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

    ★★

    Wirklich unbeeindruckender Blockbuster. Das Cash-Grab-Franchise hat bisher nicht einen interessanten Charakter hervorgebracht und lebt ausschließlich von Referenzen und Aktualisierungen der Harry Potter Geschichte. Die Geschichte jedoch, die hier aufgebaut wird, verpasst es zu jedem Zeitpunkt Relevanz zu erzeugen. Da ist kein Herz, keine Seele, keine Mühe. Grindelwald ist Nazi, easy, dann noch ein paar lieblose Liebesgeschichten und das war's dann auch.

    Wir leben in furchtbaren CGI-Zeiten. Irgendwann scheint es einen Punkt gegeben zu haben, an dem die Produktion von Special…

  • Lead Me Home

    Lead Me Home

    ★★½

    Gefühlige Kurz-Dokumentation über Obdachlosigkeit an der nordamerikanischen Westküste. Der überdachte Zuschauer bekommt einen Einblick in die vielen unterschiedlichen Schicksale der Betroffenen; man glaubt zu versteht, man leidet mit.
    Und das hat ja zweifelsfrei seine Berechtigung (es soll ja Menschen geben, die nicht verstehen, dass es sich bei Obdachlosen tatsächlich um echte Menschen handelt), aber wenn es nur dabei bleibt, dann fehlt der wichtigste Teil. Eine Dokumentation, die keine Fragen stellt, ist keine gute Dokumentation. Dabei wären sie grade bei einem…

  • Don't Look Up

    Don't Look Up

    ★★★½

    Objektiv vielleicht nicht der beste Film, da einige Schwächen, aber dafür frustrierend nah am Nerv der Zeit. Wie etwas so absurd überzogen sein kann und trotzdem noch so real ist erschreckend.

  • Space Jam: A New Legacy

    Space Jam: A New Legacy

    Kein Film, sondern ein Warner-Bros.-Werbekatalog, der alles vereint, was an der modernen Filmproduktion, insbesondere für Kinder-/Jugendunterhaltung, so fürchterlich ist. Ein Cash-grab ohne Tiefe, Gefühl, Originalität oder überhaupt ein Interesse daran einen ansprechenden Film zu schaffen. Dafür aber viele Farben, schnelle Sequenzen, einfachster Humor (vor allem grauenhafter Reference-humor) und übermäßige digitale Effekte gepackt in einem plumpen und fürchterlich hirnlosen Plot.

  • I'm Your Man

    I'm Your Man

    ★★★½

    Wir sind tatsächlich bereits in einer Zeit angekommen, in der das Themenspektrum “Künstliche Intelligenz - was unterscheidet sie vom Menschen und kann man sie tatsächlich lieben?” als veraltet, mindestens angestaubt, zu bezeichnen ist. Ich glaube wirklich neue und originelle Gedanken kann es dazu nicht mehr ohne weiteres geben. 
    Auch Ich bin dein Mensch vermag dies eigentlich nicht und schafft es gleichzeitig nur in seinen besten Momenten die thematische Oberflächlichkeit zu durchbrechen. 
    Und trotzdem funktioniert er überraschend gut. Das liegt zum…

  • Thor: Ragnarok

    Thor: Ragnarok

    ★★½

    MCU - One Film in One Sentence Challenge (18/21)
    Will sehr lustig sein, schafft es nur in seinen besten Momenten, ist ansonsten vor allem wirr, aber immerhin wurde erkannt dass man Thor nicht ernst nehmen kann.

  • Diamonds Are Forever

    Diamonds Are Forever

    ★★

    7/25

    Ein bizarrer Film bei dem wenige Sachen wirklich Sinn ergeben oder Spaß machen. Connery hat anscheinend gar kein Bock mehr auf seine Rolle und ist auch nicht bemüht dies zu verstecken. Die Autoren scheinen das Drehbuch ausgewürfelt zu haben und entstanden ist ein unzusammenhängender Fiebertraum. Nicht zu letzt, aber insbesondere die Blofeld-Doubles sind absolut unsinnig und faul in den Ideen-Mix geworfen. Das scheinbar homosexuelle Bösewichtpaar Mr. Kidd und Mr. Wynt ist noch mit Abstand das beste aus diesem, fügen sich aber wie alles andere einfach nicht homogen in den Film ein.

  • No Time to Die

    No Time to Die

    ★★★

    25/25

    Technisch auf sehr hohem Niveau mit ordentlichen Action-Szenen, was gut über die dann doch sehr plumpe Story hinwegtäuscht. Ohne zu sagen No Time to Die sei ein sonderlich guter Abschluss der Craig-Area, ist es doch ein konsequenter und erwartbarer. Die Stakes waren nie höher für Bond, dieser nie emotionaler. Diese Emotionalität geht jedoch nie auf den Zuschauer über und auch Maleks Charakter bleibt leider trotz hohem Potential enttäuschend blass.
    Man kann diesen Film akzeptieren für das was er ist;…

  • On Her Majesty's Secret Service

    On Her Majesty's Secret Service

    ★★★½

    6/25

    George Lazenby ist gezwungen in große Fußstapfen zu treten und auch wenn er die meiste Zeit wie ein weit weniger charismatischer Sean Connery wirkt, macht er doch einen soliden Job.
    Aber obwohl der Schauspieler seinem Vorgänger unterlegen ist, war die Figur des James Bond vorher noch nie so interessant. Zum ersten Mal bekommen wir eine tatsächlich menschliche Seite von ihm zu sehen. Zum ersten Mal verliebt sich Bond. Das hindert 007 natürlich nicht daran im Auftrag Ihrer Majestät weiterhin…

  • You Only Live Twice

    You Only Live Twice

    ★★★

    5/25

    Ahh ja, wer hätte gedacht, dass der Umgang mit Frauen immer noch einen neuen Tiefpunkt erreichen kann. Nie waren die "Bond-Girls" so submissiv. Aber ich schätze das ist ok, da es ja die "Gegebenheiten einer fremden und faszinierenden Kultur sind". Ja, der Orientalismus ist in diesem Film ungefähr so gut ausgeprägt wie die absurde Lächerlichkeit der Geschichte. Es reicht zu erwähnen: Ab einem Punkt unterläuft "Bond-san" nicht nur eine Ausbildung zum Ninja, er verwandelt sich sogar in einen Japaner…