Tau ★★

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Julia, eine junge Frau, welche sich mit eher unkonventionellen Methoden über Wasser hält. Als sie eines Tages nachhause kommt, wird sie von einem Mann entführt und wacht anschließend in seinem futuristischen Laboratorium samt Gefängniszellen und eigener KI auf.
Das klingt grundsätzlich nach einer interessanten Geschichte, doch leider ist Tau ein sehr wechselhafter Film. Auf jede Sache die mir gefiel, gibt es mindestens ein Faktor, der mich gestört hat. Die Sets sehen echt hochwertig aus - was wahrscheinlich daran liegt, dass es größtenteils ein Kammerspiel ist, obwohl es das nicht sein müsste. Gerade im ersten Drittel des Filmes gibt es ein gutes Spiel mit Licht & Schatten - Das aber auch damit einhergeht, dass viele Szenen in dem Zeitraum einfach sehr dunkel sind, was bei fast jedem Setup zuhause nicht gut wirkt. Gerade im Mittelteil gibt es einige schöne Momente, die mit und um die KI herum entstehen - Aber um dahinzukommen wird zu Beginn des Filmes ordentlich an Geschwindigkeit angezogen und mMn unrealistische Szenen inszeniert, um den Status Quo zu erreichen, den der Film für seine Geschichte benötigt. Ich hätte hier eine ganz anderen Grundprämisse angesetzt und würde dem Film eventuell auch noch 15 Minuten mehr geben, um einen authentischen Anfang zu erzählen. Alles in allem hat der Film zwar einen guten Mittelteil und ein schönes Set, schwächt aber zu Beginn und zum Ende hin zu sehr ab als das er mir in seiner Gesamtheit wirklich gefallen würde.