The Creator

The Creator ★★★

Vorweg: Betreten Sie diese Welt!
Ich freue mich aufrichtig über jeden Film, der nicht als Remake, Reboot oder Sequel daherkommt. Es handelt sich um eine „frische“ Idee, die hoffentlich genügend Besucher findet, damit wir nicht weiter in einem Meer aus altbekannten IPs ertränkt werden.
Diese Einschätzung äußere ich, obwohl „The Creator“ meine hochgesteckten Erwartungen bedauerlicherweise nicht erfüllen konnte.
Gareth Edwards beherrscht sein technisches Handwerk meisterhaft aber krankt an Problemen, die ich schon in seinen Vorgängerfilmen kritisiert habe.
Die Tatsache, dass er aus einem vergleichsweise bescheidenen Budget von nur 80 Millionen Dollar so viel herausgeholt hat, verdient höchste Anerkennung und Bewunderung.
Es stellt sich die Frage, warum teurere Produktionen oft nicht annähernd so gut aussehen wie dieser Science-Fiction-Film.
Die visuellen Effekte wirken authentisch, beeindruckend und greifbar.
Bildgewaltige Aufnahmen waren bei Edwards bisher aber nie das Problem; sowohl "Rogue One" als auch "Godzilla" haben dies bereits gezeigt. Doch wie in diesen Werken war es erneut die Tiefe der Charaktere und der Handlung, die mich ernüchternd zurückgelassen haben.
Zu Beginn war ich von der Erzählgeschwindigkeit des Films durchaus angetan. Irgendwann jedoch empfand ich alle Szenen als zu sprunghaft und abgehackt. Die Figuren hätten mehr Gelegenheiten haben müssen, länger miteinander zu interagieren, um ihnen mehr Tiefe zu geben. Obwohl "The Creator" eine angemessene Laufzeit hat, schien es kaum Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen zu geben. Daher konnte ich nie eine Verbindung zwischen den drei Hauptfiguren aufbauen.
Stattdessen wurden wir von einer Szene zur nächsten katapultiert, oft mit verwirrenden Rückblenden. Der Handlungsverlauf schien von zufälligen Ereignissen bestimmt zu sein, und das Agieren/Reagieren der einzelnen Parteien in dieser Welt ist besser nicht zu hinterfragen.
Ich hätte mir gewünscht, dass der Film mich emotional stärker berührt, insbesondere da ich Madleine Yuna Voyles' Leistung wirklich beeindruckend fand. Ihre Darbietung allein hätte genügt, um mich in die Geschichte zu ziehen. Hat es aber nicht.
Dies zeigt umso mehr, wie sehr Edwards trotz aller visuellen Brillanz mal wieder eines vergessen hat: Figuren zu kreieren, mit denen ich mitfühlen kann.

Block or Report

Christopher liked these reviews