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  • Bride of the Monster

    Bride of the Monster

    ★★½

    Wenn nach 3 Wrestlingeinlagen mit einem leblosen Gummikraken und einem für B-Movies angemessenem Handeln vor und hinter der Kamera, Bela Lugosi zum Finale hin dann plötzlich Plateauschuhe wachsen und die Kulissen fast umkippen hat das schon einen gewissen Charme.

  • Benny's Video

    Benny's Video

    ★★★½

    Und wieder etwas leichtes für die ganze Familie von unserem Gute-Laune-Bär Haneke.
    Es wird erzählt wie nach einem belanglosem Unfall die Eltern von Benny (toll Angela Winkler und Ulrich Mühe) ihren Sohn unterstützen und versuchen die kleine Krise gemeinsam durchzustehen. Ein klein bisschen Medien- und Gesellschaftskritik meine ich auch erkannt zu haben.
    Und jetzt schaue ich mir glaube ich noch etwas aufbauendes - wie AMERICAN PSYCHO oder TAXI DRIVER - an.

  • The Seventh Continent

    The Seventh Continent

    ★★★★

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Michael Haneke zeigt hier mit viel Geduld, stilsicherer Kamera/Schnitt, aber ohne irgendwelche Erklärungen, einen routinierten Familienalltag, den durch kaum merkliche Vorzeichen erkennbaren Abstieg, und letztendlich die absolute Dekonstruktion der Institution 'Familie'.
    Gehört für mich in Sachen intensiv/unangenehm/verstörend/traumatisierend auf eine Stufe mit Angst (Österreich, 80er... was ist da los?)
    Und Jennifer Rushs 'The Power of Love' wird bei mir wahrscheinlich für ewig einen todtraurigen Beigeschmack haben. Vielen Dank Herr Haneke!

  • Wendy and Lucy

    Wendy and Lucy

    ★★★★

    ...and it almost made me cry!

    Michelle Williams irrt in diesem minimalistischen, nihilistischen und schonungslos ehrlichen Indiedrama mit und ohne ihren Hund durch die Straßen einer Kleinstadt in Oregon. Mit einfachen Mitteln gemacht und mit absolut null Vorwissen gesehen war das für mich einer der intensivsten und traurigsten Filme seit Langem - als würde man einem Tom Waits Song 'zusehen'.

    'A Girl and His Dog!'

  • Black Gravel

    Black Gravel

    ★★★½

    Das Wirtschaftswunder findet in SCHWARZER KIES ausschließlich in der tristen und schlammigen Umgebung eines Flugplatzes der amerikanischen Besatzer statt wo man sich gegenseitig nur misstraut und/oder ausnutzt. Dass eine Liebesgeschichte um eine plötzlich wieder auftauchende alte Flamme in diesem trost- und rücksichtslosen Umfeld kein Happy End findet sollte schnell klar sein. Teilweise richtig spannend, und die Drastik einiger Szenen ist schon recht unangenehm. Die unbekannten Gesichter lassen alles sehr realistisch, und so auch einige entscheidende Momente nicht übertrieben melodramatisch, wirken.
    Eine kleine traurige aber mutige Nachkriegsperle von Käutner.

  • Wer

    Wer

    ★★★½

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 10/X

    Nach WHEN ANIMALS DREAM für mich der zweite Film in meinem Horrorctober der sich mit der Werwolfthematik befasst.
    Hier geht's aber in eine etwas andere Richtung. Polizei-Thriller um einen brutalen Mordfall, dann Mystery-Erklärungsversuche und natürlich Monsterhorror. Die Geschichte entwickelt sich hierbei erst langsam aber stets packend, und die plötzlich auftretende Gewaltorgien sind fast wie in einem Anime so over-the-top und cool inszeniert, dass sie im Wechsel meine Kinnlade nach unten und meine…

  • The Machine Girl

    The Machine Girl

    ★★½

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 11/X

    Das Acting (von plump bis 'Holzhammer'), der Soundtrack (nerviges Gedudel), die Story (???), das CGI, die Kämpfe in Schneckentempo (der nächste Jackie Chan den ich sehe kriegt generell schon einmal einen Stern mehr;) ...das alles ist bei THE MACHINE GIRL schon relativ schrecklich - und nur durch schön-deftige Splattereinlagen mit wunderbaren springbrunnenartigen Blutfontänen nicht wieder gutzumachen.
    Trotz richtig gorigen FX kam der (selbst-)ironische low-budget Trash-Charme bei mir leider kaum an.

  • Housebound

    Housebound

    ★★★½

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 8/X

    Zum Anfang hatte ich noch das Gefühl eine langweilige Horrorparodie mit dumpfem Scary Movie-Humor zu sehen.
    HOUSEBOUND wurde mir aber dann schnell sympathischer. Eine überraschend intelligent wirkende Story mixt diverse Tropes aus allen Ecken des Horrorgenres mit einem leicht schräg-albernen aber immer ziemlich trockenem Humor. Es gibt trotzdem auch echt spannende Phasen und in den richtigen Momenten ein paar nette Gore-Einlagen. Die reichlich bekannten Horrorklischees und auch die Jumpscares fühlten sich dennoch…

  • The Witch

    The Witch

    ★★★★½

    Diesmal im Kino, wieder in der OV, and still in love!
    Immer noch einer der atmosphärischsten Horrorbeiträge der letzten Jahre.
    Der Gegensatz von Hyperreligiosität und "realer Hexengefahr", von puritanischer Stille und unheiligen Ausbrüchen erzeugt eine ständig bedrückende, fast paranoide Stimmung. Und trotzdem wirkt alles sehr authentisch und macht es so nur noch immersiver.

    Für mich Top-3 Kinoerlebnis dieses Jahres neben Fury Road und 2001 (sorry 2018;)

    "THOMASIN!"

  • Friend Request

    Friend Request

    ★½

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 7/X

    Aus fast allen Horror-Tropes dieses Jahrtausends zusammengeklaubtes und mit total fresher Facebook-Soße übergossenes Horror-Surrogat bei dem die wenigen Schreckmomente durch laute Jumpscares oder die Vorstellung das eigene Profil löschen zu müssen erzeugt werden.
    Die Qualität der Effekte reicht von echt okay bis CGWhy? - aber ohne eine Story die einen mitnimmt oder Charaktere die mich kümmern habe ich relativ schnell das Interesse verloren.
    Null eigene Ideen und ziemlich vergessenswert.

  • Dead Snow 2: Red vs. Dead

    Dead Snow 2: Red vs. Dead

    ★★★½

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 6/X

    Teils geschmacksloser, oft respektloser, aber immer derb-spaßiger und ideenreicher FunSPLATTER (ja, mit großem SPLATTER geschrieben;)

    Dieser Teil nimmt sich im Gegensatz zum Vorgänger überhaupt nicht mehr ernst und die Effekte sind goriger und übertriebener (wie bei EVIL DEAD). Der "böse" Zombiearm mit Eigenleben sorgt schon für einige deftige Lacher (wie bei EVIL DEAD!). Diverse (Horror-)Filmreferenzen und selbstreferenzielle Anspielungen gibt es auch zu finden (wie bei EVIL DEAD!!!) - Bin gespannt auf nen dritten Teil :D

  • Swamp Thing

    Swamp Thing

    ★★★½

    #Horrorctober 2018 – Forty Shades of Horror 5/X

    Mit der trashigen Art von Wes Cravens SWAMP THING hatte ich ehrlich gesagt von Anfang bis Ende Spass - und als Kind hätte ich ihn vermutlich geliebt.
    Geballer und Explosionen, durch die Luft geworfene Widersacher, überzogene Charaktere wo man hinschaut, einige ziemlich dumme Synchro-Sprüche, Adrienne Barbeau... und wenn sich dann noch ein Riesenopossum mit Schwert gegen unseren Moosmann im Latexanzug durch die nebeligen Sümpfe kämpft versprüht das alles schon sehr viel naiven B-Movie-Charme.
    ps: Die zwischendurch vorkommenden verspielten und thematisch passenden Auf- und Abblenden *explosion* muss man einfach mögen.