The Blair Witch Project ★★★★

"„Blair Witch Project“ war ein Vorreiter seiner Art. Denn der Film wurde ganz bewusst so inszeniert, dass der Zuschauer sich perfekt in die Situation hineinfühlen kann. Dazu gehört das Offensichtliche, und zwar dass der komplette Film aus zusammengesetztem Material besteht, welches mit Handkamera von den Protagonisten gedreht wurde („Found Footage“). Ebenso gehört aber auch der ganze Aufbau des Films dazu, beispielsweise die Befragung der Anwohner, die auf den Mythos näher eingehen und die Hexe genauer beschreiben. So blöd es auch klingen mag, dies ist der Grund dafür, dass man den ganzen Film lang Angst vor dieser Hexe hat, sie in der dunklen Nacht und sie sogar vor seinen Augen sieht, auch wenn sie niemals im Film wirklich zu sehen ist. Ebenso unheimlich ist es, wenn die Personen mit dem kleinen Licht an der Kamera den Wald absuchen und man selbst mitsucht, jedes Mal der Meinung, man würde außer der Bäume noch eine andere Gestalt erkennen. Auch der psychische Zustand der drei Hauptakteure verschlechtert sich mit jedem Tag im Wald und die Ausweglosigkeit nimmt zu. Auch dieser psychologische Aspekt des Films kann durchaus verstörend sein. „Blair Witch Project“ wurde vor seinem Erscheinen so promotet, dass daraus nicht klar hervorging, ob es sich bei dem Film um eine wahre Dokumentation oder eine fiktionale Geschichte handelt. Die daraus entstehende Diskussion unter dem Publikum zeigt, wie lebensnah der Film auf den Zuschauer wirkt, wenn auch die Geschichte an sich sehr realitätsfern erscheint."

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