Dune

Dune ★★★★½

Endlich, nach all dem Warten saß ich im Kinosaal. Die OV Filmpremiere des meist erwartesten Films seit Tenet.

Die Erwartungen waren hoch, nicht so hoch wie bei Nolans neustem Werk, aber Sie waren Hoch, weil der Mann hinter diesem Film es schon einmal geschafft hat, eine zum Scheitern verurteilte Inszenierung eines Stoffes umzusetzen. Nachdem aber Lynch schon in den Augen der Allgemeinheit und vor allem der Fans des Romans gescheitert ist/war, musste Denis Villeneuve kommen um das Universum wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Zumindest das Duniverse hat er mit diesem Film ins Gleichgewicht gebracht und deshalb ist dieser Mann auch einer der Besten Filmschaffenden dieser Zeit.

Und trotzdem ist das Ergebnis ernüchternd, also nicht etwa im schlechten Sinne, sondern in dem Sinne, dass es gar unbefriedigend zu Ende geht. Aber gut, wir wurden schon direkt am Anfang vorgewarnt, denn es handelt sich hierbei um Dune Part One. Es erzählt nur die Hälfte des Originalstoffes von Frank Herbert, der mit seinen 800 Seiten auch definitiv mehr für eine Serie als für einen Film taugt, aber dennoch hat es Villeneuve es geschafft Arrakis zu erschaffen und uns auf die Große Leinwand zu bringen.

Denn wenn eines wirklich aus diesem Film heraussticht, dann ist es das CGI. Diese Bilder sehen schon fast zu gut aus um wahr zu sein.
"Every Frame a Picture."
So wie auch die restlichen Komponenten des kineastischen Aufgebots. Der Cast fühlt sich nicht wie ein Cast an, nicht wie ein eine Liste an Superstars, sondern wie echte Charaktere. Der Soundtrack ist einzigartig, Hans Zimmer du Genie, wie hast du es wieder mal geschafft? All diese Aspekte kann ich nur in diesem einem Wort zusammen fassen:
Atemberaubend!

Und Trotzdem ist dieser Film wahrlich nicht perfekt, denn auch wenn ich die Art und Weise mag wie Villeneuve seine Filme inszeniert, ist die ruhige und melancholische Stimmung des Film, sowie die Komplexe Handlung wahrlich keine Unterhaltung für jedermann. Eben wie auch ein 800 seitiger Sci-Fi Roman nicht etwas für jedermann ist. Man muss diese Kunst wertschätzen können.

Der Vergleich zu unser aller Liebling Star Wars ist natürlich unausweichlich, aber vor allem wenn man bedenkt, dass ohne die Arbeit von Frank Herbert es auch kein Star Wars gegeben hätte, kann man sich doch von den unterschieden, ob sie einem nun gefallen oder nicht, distanzieren und diese Erlebnis genießen.

Als Fazit kann ich nur sagen:
Dune ist ein atemberaubendes Erlebnis.
Zwar nicht für jedermann, aber für jeden der Game of Thrones und the Mandalorian mochte, wird auch hier auf seinen Geschmack kommen.

Und jetzt entschuldigt mich, bei meinem Lesetempo muss ich mich ranhalten damit ich das Buch vor dem Zweiten Teil beende.

Lennart liked these reviews