Artemis Fowl

„Artemis Fowl“ wurde auf dem ersten Höhepunkt der „Harry Potter“-Manie als Gegenentwurf geschrieben. Es stellte ein junges Verbrecher-Mastermind ins Zentrum, das die verborgene fantastische Welt entdeckt und zu seinen Gunsten meisterlich ausnutzt.

Von dieser Ausgangslage weicht der Film in nahezu allen Punkten ab, um stattdessen eine Standard-Abenteuergeschichte von einem Jungen auf der Suche nach Papa zu schildern, bei denen dann aber selbst einzelne Stationen unspannend bleiben.

Und solche kurzen Szenen sind offenbar ernst gemeint: „Dein Vater hatte ein geheimes Tagesbuch, Artemis“ – „Dann müssen wir es finden.“ – „Oh, hier ist das geheime Tagebuch meines Vaters“. So etwas ist nicht einmal durch spätere Schnitte zu rechtfertigen und eigentlich nur noch Unverschämtheit zu nennen.