Avatar: The Way of Water

Avatar: The Way of Water ★★★★

Avatar 2 macht im ersten Akt tatsächlich das Erwartbare: mehr vom alten Rezept. Nur gibt es eine Handvoll neue jugendliche Protagonist:innen, die hier eingeführt werden, allesamt Nachkommen der alten Garde. Diese hüpfen entsprechend durch die Welt, wälzen sich im Gras und werden von Soldaten mit Knarren bedroht. More of the same.

Doch dann kommt Akt 2 und endlich die versprochene Unterwasserwelt. Und: Ja, allein diese ist es wert, wieder ins Kino zu gehen. Was Cameron hier durch die Gläser der 3D-Brille schickt, zeigt all seine lebenslange Erfahrung als Taucher – und die Erfahrung aus seinen Filmen, wie *The Abyss* und auch *Titanic*. Dass er neben diesen großartigen Bildern fast spielerisch noch die Geschichte vorantreibt und eine Handvoll weiterer Charaktere einführt, ist ein Beweis für seine Kunstfertigkeit.

Ja, man kann sich auch diesmal keinen der Namen der Charaktere merken, aber jeder der Familien-Charaktere bekommt spätestens hier auch seine eigene Funktion und eine funktionierende Familien-Dynamik, in der zunehmend die Eltern in den Hintergrund geraten. Sam Worthington und Zoe Saldaña treten mit ihren Figuren aus dem Spotlight zurück, werden erst im dritten Akt wieder wichtig. Wobei die jugendlichen Charaktere stets im Fokus bleiben. Ihnen gehört die Zukunft des Franchises. Der Jugend gehört ja eh die Zukunft.

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