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  • Echo Boomers

    Echo Boomers

    ★★½

    Amerikanische Millennials haben es nicht leicht: Erst werden ihnen von den fett gewordenen Baby Boomern teure Ausbildungsgänge abverlangt, für die sie sich hoch verschulden müssen und dann sollen sie noch für miese US-Mindestlöhne arbeiten. Gleichzeitig gibt es eine kleine 
    Elite Superreicher, die in diesem Film mal zur Kasse gebeten wird: Unsere Protagonisten rauben die geschmacklosen Protzvillen der parasitären Oberschicht aus und zerstören den Rest der Einrichtung. Michael Shannon, einzig bekanntes Gesicht des Werks, gibt den versierten Hehler. Endlose Sprechertexte aus dem Off und eine verhunzte Synchro gereichen dem gut gemeinten Film aber zum Nachteil. Der Wille war da - und der Sohn von Arnold Schwarzenegger übrigens auch.

  • The Angels' Melancholia

    The Angels' Melancholia

    ½

    Wirklich unangenehmer Film, der mir leider nicht viel gab. Gore-Bauern, falls es diese noch gibt und sie nicht mittlerweile auf ISIS-Enthauptungen umgestiegen sind, erfahren hier Vollbedienung, die nur durch einen etwas transusigen Handlungsfortschritt gestört wird. Zu sehen sind inszenierte Tier- und Behinderten-Quälereien, Koprophilie und andere pubertäre Verirrungen. Zwischendurch werden Goethe und Rilke zitiert; ein Germanistikstudent war demnach beim Dreh zugegen. In seiner letzten Rolle zu sehen ist der Schauspieler Peter Martell, vielen noch aus legendären Italowestern bekannt. Regisseur und Fassbinder-Schauspieler Ulli Lommel absolviert ebenfalls einen netten Gastauftritt.

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  • Commando

    Commando

    ★★★★★

    PHANTOM KOMMANDO ist hemmungslose Achtziger Omnipotenz-Action auf ihrem gloriosen Höhepunkt: Alle Regeln sind aufgehoben, wenn Schwarzenegger Heere von Gegnern wegmäht, Telefonzellen zerknüllt, Baumstämme spazieren trägt, sich schwarze Tarnstreifen auf die Muckis malt und Boy George verkaspert, nur um seine zuckersüße Latzhosen-Tochter aus den feisten Fängen eines adipösen Freddie-Mercury-Surrogats zu befreien. 
    Allzu ernst hat Arnie die Sache damals nicht genommen. Die von ihm erdachte Szene, in der er spaßeshalber einem Bösewicht den Arm abhackt, um den Eigentümer dann damit zu erschlagen, wurde allerdings im Sinne eines minderjährigen Publikums geschnitten. Schade!

  • The Irishman

    The Irishman

    ★★★★

    Keine coolen »Original Gangster«, kein herziges »La Familia«, keine starke »Street Credibility«: Nur eine bittere, schier endlose Heldenreise in die Dunkelheit... Scorsese hat den Mafia-Mythos mit erschaffen und reißt ihn in IRISHMAN bis auf das Fundament nieder. Immer, wenn man gerade denkt, der siebente Höllenkreis wäre erreicht, bricht eine weitere Stütze weg und der nächste, noch tiefere Schlund öffnet sich vor uns. Unser Protagonist wappnet sich mit Empfindungslosigkeit, was die Sache am Ende aber nur noch schlimmer macht. Erbarmungslos wird das Elend ausgeleuchtet und es bleibt schließlich nur noch ratlose Leere. Grandios und grausam!