Dune

Dune ★★★

Vorab: ich kenne weder den Roman „Dune“, noch habe ich die David-Lynch-Verfilmung je gesehen. Um so gespannter war ich, ob ich überhaupt irgendwas verstehen würde. „Unverfilmbar“, „komplex“ sind ja nur einige Attribute, die dem Roman vorauseilen. Und vom filmischen Desaster von Lynch hatte ich auch schon gehört.
Also, auf ins IMAX 3D, und einfach mal schauen…
Der Trailer hatte mich ja schon kalt gelassen, und leider auch der Film. Ich konnte zwar einigermaßen der Story, der Welt und den Charakteren folgen, aber absolut keinen emotionalen Bezug zu den Figuren aufbauen.
Alles blieb mir fremd, undefiniert, uninteressant. Was aber sicherlich an mir lag, nicht am Film. Denn erklärt wird das alles schon relativ gut, man wird angenehm in das Universum rund um den Wüstenplaneten eingeführt. Aber es machte leider nicht „Klick“ bei mir.
Was mir dann doch noch einen insgesamt schönen Kinobesuch verschafft hat, ist einzig und allein das Können von Denis Villeneuve. Die Bildsprache, die Inszenierung - das ist schon vom Feinsten. Man könnte fast meinen, Villeneuve habe es darauf abgesehen, jede Szene zu einem tiefgründigen Kunstwerk zu machen. Im Gegensatz dazu kommen mir die Filme von Christopher Nolan geradezu klein, oberflächlich, arrogant daher. Villeneuve jedoch hat eine Ästhetik entwickelt, die seinesgleichen sucht. Und allein dieser Umstand ist es, der „Dune“ dann doch zu etwas sehenswerten macht. Das war‘s dann aber auch. Ich will nicht tiefer einsteigen oder den Film gar noch ein zweites Mal sehen. Ich würde mir aber wünschen, dass Villeneuve nach „Blade Runner“ und „Dune“ endlich mal wieder einen neuen originären Stoff verfilmt und nicht bekannte Reihen fortsetzt oder Kultromane (ist Dune das überhaupt?) verfilmt. Die Fans, die auf Dune Teil 2 hoffen, mögen mir verzeihen…

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