Dune

Dune ★★★★★

Dass Dune unter Villeneuve und mit Hans Zimmer als Komponist mindestens fantastisch werden würde, stand für mich von vornherein außer Frage. Dass mich der Streifen jedoch in dem Umfang von den Socken hauen würde, hat mich dann doch ein wenig überrascht.

Ich mochte Lynchs Werk von 1984. Sehr. Doch kann man diesem wohl nicht absprechen, in der damaligen Zeit sehr (über)ambitioniert und vor allem sperrig in seiner Erzählweise gewesen zu sein. Nichts davon trifft auf die 2021er Version zu. Dabei ist es nicht nur die simple Entscheidung, die epische und epochale Geschichte in nicht nur einen Film zu pressen. Es wurde vor allem auch ein wesentlich besseres Händchen bewiesen, eben diese in ihren Ausmaßen angemessen zu erzählen, sowie greifbar und fühlbar zu vermitteln. All das, ohne dass sich zu sehr auf Exposition verlassen wird, denn die Geschichte und das Universum werden hier vielmehr über grandiose Kameraarbeit, Sets, Schauspiel und Kostüme erzählt.

Was hier auf die Leinwand gezaubert wurde, ist schlichtweg Magie. Magie, die sich im detailreichen Set- und Kostümdesign entfaltet, welche das Universum so glaubhaft werden lassen, dass man im Kinosaal beinahe meint, den Staub und das Spice von Arrakis selbst zu atmen. Beflügelt von einem epischen und brachialen Score mit brillanten Bildern und Totalen, dass einem durch die audiovisuelle Wucht nicht selten der Mund offen steht. Ich persönlich habe die 155 Minuten Laufzeit nicht im geringsten gemerkt. Zu organisch und lebendig war die Welt, zu perfekt die Bilder und die Bildsprache, zu einnehmend einfach die gesamte Inszenierung.

Dune ist Magie pur, die man im Kino genießen und erleben MUSS und nicht angemessen in Worte packen kann. Von daher nur eins: Geht ins Kino Leute. Ich selbst werde ihn mindestens noch einmal auf der großen Leinwand sehen, denn ihr wisst - Das Spice muss fließen.

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