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  • The Barge People

    The Barge People

    ★½

    Der Inhalt von The Barge People liest sich ja schon mal relativ vielversprechend. Fischmutanten - Irgendwo zwischen The Hills Have Eyes und Hatchet. Auch wartet der Streifen mit einem recht unverbrauchten Setting auf. Gerade dieses spielt er im ersten Drittel auch überwiegend gekonnt aus. So werden gerade zu Beginn einige wirklich schöne Aufnahmen des im Lichte des Sonnenuntergangs getauchten Kanals geboten. Während die Protagonisten auf ihrem kleinen Kahn diesem entspannt entlangschippern, ist man allerdings auch ziemlich schnell ermüdet. Die Figuren…

  • Sushi Girl

    Sushi Girl

    ★★★½

    Sushi Girl ist sowas von Tarantino, ist sich dessen zu jeder Zeit bewusst und spielt die damit einhergehenden Stärken bis zur letzten Sekunde gekonnt aus.

    Die Dialoge machen ungemein viel Spaß, sind feingeschliffen und man hängt den Figuren förmlich an den Lippen. Diese sind, unter anderem mit Genre-Ikonen wie Mark Hamill, Michael Biehn, Danny Trejo oder Tony Todd, darüber hinaus verdammt brillant besetzt. Gerade Mark Hamill hinterlässt als skrupellose Gangster-Schwuchtel einen derbe nachhaltigen Eindruck. Die Brutalität lässt auch alles andere…

  • Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga

    Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga

    ★★★

    Ich persönlich konnte mit den Eurovision Song Contest eigentlich nie wirklich etwas anfangen. War für mich immer nur eine Randerscheinung, die ich mal mehr mal weniger wahrgenommen habe. Das letzte Mal so richtig, als Deutschland Lena "I believe I Spider" Meyer Landrut ins Rennen geschickt hatte. Seitdem ruhte das Theme weit außerhalb meiner kleinen Bubble. Bis jetzt.

    Mit The Story of Fire Saga stellt Netflix einen Beitrag in seinen filmischen Fundus, der gleichermaßen liebevoll, wie auch hoffnungslos kitschig und leidlich…

  • Uncut Gems

    Uncut Gems

    ★★★★

    Uncut Gems lässt einem kaum Zeit zum atmen und schafft es, den Zuschauer über seine 2 Stunden Laufzeit durchweg zu bannen und aufzukratzen. Und ebenso aufgekratzt zurück zu lassen.

    Eine intensive Charakterstudie, die den Zuschauer, ebenso wie ihren Protagonisten, mit erdrückenden Peitschenhieben vor sich her scheucht und einem dabei kaum Luft zum atmen lässt. Das ist gleichermaßen anstrengend, wie auch berauschend. Untermauert wird diese faszinierende und physisch fordernde Abwärtsspirale durch ihren überraschend brillanten Hauptdarsteller: Adam Sandler.

    Sandler miemt den schmierigen,…

  • The Vast of Night

    The Vast of Night

    ★★★

    Ganz gleich, ob The Vast of Night für den Zuschauer nun eher als Einschlafhilfe oder als Mysterythriller funktioniert: Die insgesamt tolle Inszenierung von Regisseur Andrew Patterson, der hiermit gleichzeitig seinen Debütfilm liefert, kann wohl niemand von der Hand weisen. Auch die Dialoge, von denen es hier wirklich jede Menge gibt, sind gut geschrieben und von ihren Darstellern fähig vorgetragen. Darüber hinaus wird eine stimmige 50er Jahre Kleinstadt-Atmosphäre eingefangen.

    Wer also etwas übrig hat für ruhige Sci-Fi, eine ansprechende Inszenierung zu…

  • Underwater

    Underwater

    ★★★½

    Underwater nimmt einen schon in seinen ersten Minuten mit auf eine gleichermaßen actiongeladene wie stimmungsvolle und vor allem spannungsreiche Horrortour auf einer Unterwasser-Bohrstation, die dem Untergang geweiht ist.

    Dabei suhlt sich der Streifen durchweg im Fahrwasser von Filmen wie Deep Star Six, Leviathan, Alien und sogar ein wenig Dead Space, tut dies aber so konsequent kompetent, dass man gerne gewillt ist, darüber hinwegsehen. Kompetent und sympathisch ist hier neben der Inszenierung auch die Gruppe an Überlebenden, die sich erfreulich geschickt…

  • Dune

    Dune

    ★★★

    Denis Villeneuves Dune erscheint voraussichtlich Ende des Jahres und als Vorbereitung darauf und um endlich eine Bildungslücke zu schließen war es also höchste Zeit, David Lynchs Sci-Fi Epos endlich nachzuholen.

    Und was soll ich sagen? Was für ein Brett. Dune ist ein gleichermaßen faszinierendes wie anstrengendes Erlebnis. Doch trotz der allgegenwärtigen Sperrigkeit wollte ich einfach mehr und war über jeden Happen, der einen in ausufernder Exposition zugeworfen wurde, dankbar und habe das reiche Universum geradezu aufgesogen.

    Der Zahn der Zeit…

  • Slither

    Slither

    ★★★½

    Slither ist wieder eines dieser angenehm altmodisch wirkenden, selten dämlichen, aber super durchweg sympathischen und liebenswerten Creature-Horror Filmchen, die ich mir in gewissen Abständen einfach immer mal wieder zu Gemüte führen muss.

    Die Effekte sind für einen solchen Genrevertreter astrein, die Schauspieler passen wie die Faust auf's Auge, die Dialoge sind wunderbar platt & humorvoll und der Plot interessant wie auch überwiegend spannend.

    "Das sieht aus wie was, das mir im Krieg vom Schwanz gefallen ist!"

    Summa summarum ein rundum gelungener Gernebeitrag und für Fans von Octalus & Co Pflichtprogramm.

  • Rabid

    Rabid

    ★★★

    "Warum wiederholen wir alte Trends? Warum hauchen wir alten Dingen neues Leben ein? Fügen wir etwas Neues hinzu? Denn ohne Seele kann es kein Leben geben. Richten wir uns also nach der Masse, oder machen wir Kunst für die Wenigen, die sich wagen, sich darauf einzulassen?"

    Äußerst passende erste gesprochene Worte in diesem (mehr oder weniger) Remake. Der 2019er Rabid hebt sich schon ein wenig von der Masse ab und wirkt gerade dann schon fast ein wenig aus der Zeit…

  • Wyrmwood: Road of the Dead

    Wyrmwood: Road of the Dead

    ★★★½

    Ich hatte keinen Zweifel, dass der mir hier zusagen würde. Mad Max meets Dawn of the Dead. Was kann da schon schiefgehen? Ziemlich wenig! Zumindest wenn einem der Sinn nach kurzweiliger Untoten-Action mit gehörigem Härtegrad steht, die gerne mal etwas drüber sein darf.

    Ein paar coole Charaktere, die genauso drüber, badass, wie auch tough sind, schnetzeln und ballern sich auf einem Roadtrip durch zombieverseuchte Lande. Dabei ist Wyrmwood mächtig spaßig und jederzeit gut gepaced, dass keine Langeweile aufkommt und man…

  • Under the Tree

    Under the Tree

    ★★★★½

    Ein Film, der einen so unangenehmen Beigeschmack hinterlässt, wie Galle beim Aufstoßen.

    Die Skandinavier haben ja schon hinlänglich bewiesen, ein Händchen für derart unangenehmen, gleichermaßen von Tristesse und Aufgewühltheit durchzogenen Stoff zu haben. So auch wieder hier mit Under the Tree, in dem ein Nachbarschaftsstreit eskaliert und eine Kurzschlussreaktion auf die nächste folgt, bis das blindwütige Gehabe seinen grauenvollen Tribut zollt. Schnörkellos mitten in die Magengrube, sodass man sich nach der Sichtung mit aller Härte heruntergezogen fühlt.

    Wenn man also…

  • The Two Popes

    The Two Popes

    ★★

    Selten habe ich mich mit der Wertung eines Filmes so schwer getan, wie bei Fernando Meirelles semi-biografischem Drama The Two Popes.

    Auf der einen Seite ist der Film cinematographisch gesehen auf so ziemlich allen Ebenen bärenstark inszeniert. Seien es nun Kameraeinstellungen oder Beleuchtung. Auch die beiden Hauptdarsteller, Anthony Hopkins und vor allem Jonathan Pryce bieten ein dermaßen begnadetes Schauspiel und wechseln gar wunderbar feingeschliffene Dialoge, dass allein dies schon eine Sichtung rechtfertigt.

    Was mir allerdings übel aufstößt, vor allem, als…