Howl's Moving Castle ★★★★

Das wandelnde Schloss ist eine etwas chaotische, aber liebevolle Geschichte über Flüche, Magie, Krieg und Herzen. Es ist wie eine große Wundertüte und man weiß nie was die nächste Szene für einen bereit hält.
Wir begleiten die Hutmacherin Sophie, die von einem hübschen Magier gerettet wird, worauf hin sie von einer eifersüchtigen Hexe in eine alte Frau verwandelt wird. Dadurch begibt sie sich auf eine Wizard of Oz mäßige Reise bei der sie allerhand kuriose Gestalten trifft und sich mit diesen zu einer Familie der etwas anderen Art zusammen schließt. Das ganze spielt dazu noch in einer Steampunk-Version Europas im frühen 20. Jahrhundert.
Leider lässt dieser bunte Mix den Film aber manchmal etwas aus dem Ruder laufen und gerade das Ende wirkt doch etwas gehetzt. Der Film schneidet zwar große Themen wie die Grausamkeit des Krieges oder den Preis der Eitelkeit an, bietet aber keinen wirklich befriedigenden Abschluss für diese. Am Ende ist der Film, wie sein namens gebendes Schloss auch, ein Sammelsurium an sonderbaren und fantastischen Elementen. Diese mögen auf dem ersten Blick nicht wirklich zusammen passen und etwas mehr Kohärenz hätte dem Film vielleicht gut getan, aber er entwickelt dabei doch seinen ganz eigenen Charm. Ja, dass alles hat seine Ecken und Kanten, aber wie man auch oft Menschen trotz oder gerade wegen ihrer Fehler liebt, so kann ich gar nicht umher auch diesen Film in mein Herz geschlossen zu haben.