Dune

Dune

Vieles an DUNE hat mich an das sehr populäre Essay von hbomberguy zu Moffats SHERLOCK Serie erinnert. Die Narration ist weniger eine plotdirekte, als eher eine zukünftig-implizierende. Das funktioniert teilweise ganz gut, vor allem, um auf die massive Größe des Universums hinzuweisen und die/den Zuschauer:in daraufhinzuweisen, dass alle Figuren eben nur Teil eines viel größeren Vehikels sind. Gleichzeitig macht es das Filmerlebnis aber auch irgendwie unbefriedigend, denn DUNE fühlt sich niemals wie ein eigenständiger Film an, sondern mehr wie die Pilotfolge einer Fernsehserie. Man mag mich da jetzt auch kulturpessimistisch oder -ignorant nennen, aber ich bevorzuge da doch lieber den Modus von etwa Jackson erstem Herr der Ringe Film, der eine in sich geschlossene Geschichte lieferte, aber eben auch die notwendigen Weichen für eine Fortsetzung stellte.
Ansonsten kann man über DUNE verlauten lassen, was man auch über alle anderen Filme des Regisseurs sagen kann: Immer dann gut bis hervorragend, wenn es darum geht, die Figuren in der Diegese zu verorten und immer dann unbefriedigend bis strauchelnd, wenn leider doch Plot erzählt werden muss. Der Film möchte die totale Immersion liefern, stolpert aber über das Aseptische der Starbesetzung und des Production Designs, das eben doch mehr nach Installation denn nach gelebter Welt aussieht. 
Kurzum: DUNE unterliegt dem Fehler, seinem durch die Vorlage aufgebauten Mythos zu unterliegen und ihn zu überhöhen, statt diesen tatsächlich vermittelbar zu machen.

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