Rambo

Rambo ★★★★

This review may contain spoilers. I can handle the truth.

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Vorbereitung auf Rambo: Last Blood (Teil 4 von 4)
John Rambo (engl. Rambo)


Zum Film
Sylvester Stallone wollte hier aus den Fehlern der ersten beiden Fortsetzungen lernen und einen abschließenden Film schaffen, der sich wieder auf die Stärken des ersten Teil beruft. Ob ihm das nun wirklich gelungen ist, sei mal dahingestellt. Für meine Begriffe passen diese Aussagen eigentlich überhaupt nicht mit dem fertigen Film zusammen. Nichtsdestotrotz hat Stallone mit John Rambo nochmal einem coolen Actionfilm geschaffen.

Sicherlich kann man hier einige Kritikpunkte aufzählen, an denen man sich stören kann. Eine Handlung ist praktisch nicht vorhanden. Zudem sind die Aussagen und Botschaften in diesem Film mehr als fragwürdig, wenn Töten so einfach wie Atmen sein kann oder man ohne Waffen nichts in der Welt verändern kann, was Rambo am Ende auch noch beides im Film beweist. Nicht zu vergessen, dass der größte Pazifist im Film am Ende natürlich auch noch mit einem Stein töten muss. Dazukommt dann auch noch eine exzessive Gewaltdarstellung, die teilweise nur schwer zu ertragen ist, vor allem wenn unschuldige Dorfbewohner und Kinder verstümmelt, erschossen und gequält werden. Man muss sich schon fragen, ob man wirklich zeigen muss, wie kleine Kinder mit Bajonetten aufgespießt werden.
Ich kann verstehen, wenn einem all diese Dinge die Freude an dem Film nehmen.

Wenn man den Film allerdings nicht ganz ernst nimmt, so wie die anderen Fortsetzungen der Reihe, kann man wieder Spaß mit den knallharten Actionszenen und den einfach gestrickten Dialogen und Sprüchen haben.
Ohne Zweifel hat man hier den brutalsten Teil der Reihe. Was mit den Dorfbewohnern passiert ist echt mies. Aber auch wie die Körper der bösen Soldaten oftmals in ihre Einzelteile zerschossen werden, sieht oft übel aus, wobei man mit denen natürlich wenig Mitleid hat. Das CGI, welches dabei ziemlich oft zum Einsatz kommt, sieht leider häufiger nicht besonders gut aus.

Sylvester Stallone ist mit seinen Pseudo-Weisheiten zwar manchmal etwas unfreiwillig komisch, trotzdem ist es schön, ihn nach so langer Zeit wieder als Rambo zu sehen und als knallharter Actionheld macht er immer noch eine gute Figur. Zudem hat man mit Julie Benz mal eine richtig süße und liebenswerte Frau an seiner Seite. Es ist schade, dass Richard Crenna nicht mehr dabei sein konnte. Es ist aber schön, ihn nochmal in den Rückblicken zu sehen und zu hören.
Brian Tylers Soundtrack kommt zwar nicht an die Qualitäten des Jerry Goldsmith heran, dennoch ist der Soundtrack ganz ordentlich und immer sehr schön, wenn er das alte Rambo-Thema aus Teil 1 einbaut, wie am Anfang und am Ende des Filmes.


Zusatzinformation
Das ursprüngliche Drehbuch für den vierten Rambo Film - in dem Rambo eine Tochter gehabt hätte, die entführt worden wäre und die er hätte retten müssen - hatte Stallone übrigens verworfen und dafür ein komplett anderes Drehbuch geschrieben, nämlich das, aus dem nun der fertige Film besteht.
Das ursprüngliche Drehbuch mit der entführten Tochter hatte Stallone dann aber für den Actionfilm Homefront mit Jason Statham hergegeben. Wenn man dies weiß, merkt man beim Gucken von Homefront auch, dass die Hauptfigur, die Jason Statham spielt, eigentlich mal John Rambo gewesen ist.


Fazit
Wenn man die exzessive Gewalt und die fragwürdigen Botschaften ertragen kann, bekommt man mit John Rambo einen kurzweiligen und unterhaltsamen Actionfilm geboten.

Ganta_Alucard liked these reviews

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