The Hunt

The Hunt ★½

Bei "The Hunt" hat man sich das allseits beliebte "Battle Royale" oder auch "Die Tribute von Panem"-Szenario geliehen und hat versucht eine überdrehte Jäger-und-Gejagten-Satire auf die Beine zu stellen, die mich, auch wegen der vielen positiven Rezensionen hier, ziemlich enttäuscht hat. Hier geht es um eine Gruppe sozial "gut Gestellter", die sich als Elite verstehen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Umweltsünder, Klimaleugner oder andere "Sünder" mit diesem Spiel zu bestrafen. Klingt wiederum nach "Saw". Und was hier an sozialkritischen bzw. gesellschaftskritischen Kommentaren aufgefahren worden sein soll, stellt sich im Nachhinein nur als heiße Luft heraus. Die Figuren und Dialoge sind 08/15, auch die Hauptfigur ist unsympathisch, viel zu abgebrüht, emotionslos und ohne Ecken und Kanten und wirkt total schablonenhaft. Bei der Gewalt hält "The Hunt" natürlich voll drauf, es soll ja "satirisch" sein. Die CGI-Splattermomente werden dabei neben pseudocoolen Sprüchen zum Herzstück des Films. Aber auch das ist wie ein nichtssagender Schrei, der in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Auch die "Twists" überraschen den Zuschauer nicht. Hier hat es sowieso jeder auf die Protagonistin abgesehen. Auch beim Humor enttäuscht der Film, zu überdreht, zu aufgesetzt. Aus einem anfänglichen Grinsen wurde Kopfschütteln.

Eine Satire sollte in erster Linie clever sein und gesellschaftliche Missstände anprangern. Das passiert hier aber eher nach der Holzhammermethode bzw. auf sehr plumpe, substanzlose und wenig unterhaltsame Weise. Das der Film von Blumhouse produziert wurde, hätte mir eigentlich Warnung genug sein müssen.

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