Alien: Covenant ★★½

Nein, nein und nochmal: nein. ALIEN: COVENANT beginnt äußerst ansprechend um dann in der zweiten Hälfte erzählerisch vollkommen zu kollabieren. Was Ridley Scott hier abfeuert ist philosophisch vor sich hin mäandernder PROMETHEUS-Science-Fiction gepaart mit ein wenig Mainstream-Bombast-Action und kurzen, blutigen Interruptionen. Der Brite packt dies so dicht zusammen, beantwortet offene Fragen, führt Dinge zwischen PROMETHEUS und COVENANT und diesen beiden Filmen und der Original-Reihe zusammen und lässt dabei wiederum weitere Fragen aufkommen und offen. Schlimmer noch: seine Auflösungen und Erklärungen wirken so konstruiert, dass sie die eigentliche Reihe entmystifizieren. Wer denkt, dies sei schon alles: Scott ist manchmal so uninspiriert in den Horrormomenten, dass kein anderer Film des Franchises so plump wirkt wie COVENANT. Da werden einige Standardklischees ausgepackt und am Ende hat man einen Film, der wie ein unfertiges Bindeglied wirkt, wie eine Ding das einen Schlussstrich ziehen könnte bzw. sollte und jetzt gegebenenfalls noch einen Film heraufbeschwört. Wenn der qualitativ an COVENANT anschließt, lässt Ridley Scott die Reihe womöglich vor die Hunde gehen. Zu Beginn einige nette Ansätze, eine tolle, spannende Sequenz retten COVENANT allerdings nicht vor dem Sturz ins bodenlose.

(Gott sei Dank setzt sich Ridley Scott nicht auf den Regiestuhl von BLADE RUNNER 2049. Wobei ich den Herrn Villeneuve nicht für den so guten Regisseur halte, wie er von vielen gesehen wird. Aber das ist ein anderes Thema...)

Report this review

Heiko liked these reviews