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  • Alien: Covenant

    Alien: Covenant

    ★★½

    Nein, nein und nochmal: nein. ALIEN: COVENANT beginnt äußerst ansprechend um dann in der zweiten Hälfte erzählerisch vollkommen zu kollabieren. Was Ridley Scott hier abfeuert ist philosophisch vor sich hin mäandernder PROMETHEUS-Science-Fiction gepaart mit ein wenig Mainstream-Bombast-Action und kurzen, blutigen Interruptionen. Der Brite packt dies so dicht zusammen, beantwortet offene Fragen, führt Dinge zwischen PROMETHEUS und COVENANT und diesen beiden Filmen und der Original-Reihe zusammen und lässt dabei wiederum weitere Fragen aufkommen und offen. Schlimmer noch: seine Auflösungen und Erklärungen…

  • The Discovery

    The Discovery

    ★★½

    Welch wunderbares Thema wirft der Film doch auf: wie würden die Menschen reagieren, wenn bewiesen wird, das es ein Leben nach dem Tod gibt? In THE DISCOVERY sehen viele Menschen Suizid als Neuanfang und die Anzahl der Selbsttötungen ist dramatisch angestiegen.

    Wie blöd ist es immer wieder, wenn ein Film für interessante Denkanstöße sorgt, allerdings seine Geschichte sehr fade und beinahe uninteressiert voran bringt? THE DISCOVERY ist ein lauer Mix aus Drama, Science-Fiction und Mystery. Alle dieser drei Genres werden…

  • Biohazard

    Biohazard

    ★★★

    Fred Olen Ray. Auch so eine berühmt-berüchtigte Ein-Mann-Filmarmee aus den Niederungen des Low Budget-Films, der mit BIOHAZARD Mitte der 80er einen auf den ersten Blick schnöde vor sich hinblubbernden Alien-Rip Off geschaffen hat. Auf den zweiten Blick kann man ob des Dilettantismus den Film nicht mehr ernst nehmen und bei einem dritten hinschauen sieht man deswegen BIOHAZARD plötzlich als fehlgeschlagene Parodie auf Alien- und Monsterfilme der damaligen Gegenwart und 50er Jahre, die kein Klischee und für diese Art von Filmen…

  • God Loves The Fighter

    God Loves The Fighter

    ★★★

    Damian Marcanos Debüt zeichnet ein düsteres, mit leicht stilisierten Bildern ausgestattetes Krimidrama um verschiedene, gefalle Figuren in Port of Spain, der Hauptstadt Trinidad und Tobagos. In seinem Bestreben, ein umfassendes Porträt der Trostlosigkeit in den Ghetto-Außenbezirken der Karibikmetropole zu zeichnen, lässt der Film seine Figuren, die Hauptfigur mitinbegriffen, wie Randfiguren erscheinen. Stimmungsmäßig sehr interessant, bleibt die Geschichte in Nebensächlichkeiten stecken und handelt die Hauptgeschichte beiläufig, beinahe lieblos gegen Ende ab. Trotz allem ein atmosphärisch sehr interessantes Stimmungsbild.

    Ein ausführliches Review gibt es hier.

  • The Stepfather

    The Stepfather

    ★★

    Remakes die die Welt nicht braucht, Teil 4917. THE STEPFATHER kommt nicht im Ansatz an das tolle Original aus den 80ern heran. Ihm fehlt es an Eiern und der nötigen Portion Fiesheit. Der Grundplot wurde modernisiert, angepasst und zu einem biederen Psychothriller, so konservativ wie die titelgebende Figur und wie diese auch ziemlich fade. THE STEPFATHER ist ein biederes Remake ohne Gespür für Spannungsmomente, die durch den sich wie Kaugummi ziehenden Mittelteil, nie richtig aufkommen können. Da bleibt man lieber beim Original.

  • Hell of the Living Dead

    Hell of the Living Dead

    ★★★½

    Bruno Matteis tolldreiste Abkupferungsmaschinerie war annodazumals im Zombiegenre mit HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN sehr ergiebig. DAWN OF THE DEAD stand Pate, natürlich ist hier alles etwas kleiner, billiger und lächerlicher. Mit einigen Versatzstücken versucht Mattei auch Freunde des damals so beliebten, kurzlebigen Subgenres des Kannibalenfilms anzulocken und reichert bei Ideenlosigkeit die Bilderparade mit Stockfootage aus irgendwelchen Dokus oder dem Mondofilm GESICHTER DES STERBENS an. Die manchmal sogar gelungenen Matschpampeneffekte, das steile Overacting, eine tatsächlich sehr hübsche und effektive Szene, die…

  • The Voices

    The Voices

    ★★★

    Die Mischung aus schwarzer Komödie, welche manches Mal Ausflüge ins Groteske macht und Drama mag in ihrer Unentschlossenheit, auf welchen dieser beiden Genres man den Fokus legt, nicht komplett funktionieren. Die Idee ist nett, die Ausführung ebenfalls, nur die angestrebte Tiefe des Stoffs wird nie erreicht. Der Grund daran ist auch Hauptdarsteller Ryan Reynolds, der sich viel Mühe gibt, mit der Geschichte aber hier und da auch etwas hadert.

  • Mad Max: Fury Road

    Mad Max: Fury Road

    ★★★

    "Mein Name ist George Miller und ich habe mit MAD MAX ein recht erfolgreiches und beliebtes Film-Franchise erschaffen. Nach 30 Jahren würde ich die Geschichte gerne fortsetzen und einen neuen Film der Reihe hinzufügen. Mit minimalem Aufwand bei der Geschichte. Was ich gemacht habe? Das Finale von THE ROAD WARRIOR auf über zwei Stunden aufblähen! Das gibt's eine überlange Actionsequenz nach der anderen! Egal, ob es manchen Fans zu wenig Story drumherum und Hintergründe zu einigen Figuren gibt. Die sollen…

  • 31

    31

    ★★★

    White Trash, Hillbillies, 70s Feeling, Sex, Gewalt, vulgäre Sprüche am Fliesband. Dies ist nicht nur eine grobe Zusammenfassung von Rob Zombies neuestem Streich sondern auch der thematische rote Faden, der sich durch sein bisheriges Oeuvre - LORDS OF SALEM und das HALLOWEEN-Remake ausgenommen - zieht. Aller schlechten Stimmen zum Trotz ist 31 für mich eine spaßige Pulp-Nummer, ein "Guilty Pleasure" bei dem Zombie es wenigstens hinbekommt, Schauwert an Schauwert zu pappen. Das übertüncht den geringen Inhalt der Geschichte, die abgedrehten…

  • Carnival of Souls

    Carnival of Souls

    ★★½

    Sicher: das finale dieses No Budget-Films nimmt einige moderne Mystery- und Horrorfilme vorweg. Den Zugang zum Film hab ich leider nicht komplett bekommen. CARNIVAL OF SOULS wirkt wie eine überlange Twilight Zone-Episode, die zu Beginn schön schaurige Szenen bietet, deren redundantes Auftreten sich aber schnell totlaufen. Es bleibt eine nette surreale Atmosphäre, die den holprigen Spannungsaufbau und einigen Leerlauf nicht kaschieren kann. Es bleibt ein kauzig anmutender Film zurück mit einem netten Finale, bei dem für mich seine Entstehungsgeschichte und den Einfluss auf den phantastischen Film der kommenden Jahrzehnte am interessantesten ist.

  • Dirty Hands

    Dirty Hands

    ★★★★

    Die Gier nach Geld und nach Macht über eine Person. Hauptmotive des erzählerisch sehr gut getimten Krimidramas, welches als schwächster Film Chabrols gilt und seiner Hauptdarstellerin Romy Schneider gilt. Für mich schwer nachvollziehbar. Zwar sind Chabrols andere Filme noch punktgenauer im Aufdröseln der Verfehlungen der feinen Gesellschaft, doch ist DIE UNSCHULDIGEN MIT DEN SCHMUTZIGEN HÄNDEN trotzdem ein großartiger Film. Präzise erzählt, gekonnte Wendungen obwohl sie auf den ersten Blick sehr konstruiert erscheinen und darstellerisch stark. Ein zurückgenommener Film ohne großen Pomp, aber mit auch heute noch sehr guter Wirkung.

  • Black Kiss

    Black Kiss

    ★★½

    Gialloeske Farbgebung und munteres zitieren der italienischen Vorbilder oder von Hitchcock reichen nicht aus, einen gelungenen Film ins Ziel zu bringen. BLACK KISS ruht sich bei seinen über zwei Stunden sehr stark in Nebenhandlungen aus, welche die Geschichte nicht voranbringen. Das bremst den interessant anfangenden Film so groß aus, dass auch die sehr deftigen Effekte und ein Finale, das dezent zu abgedreht für diese Art der Story ist, nichts retten können.