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  • Alien

    Alien

    ★★★½

    Diese unglaubliche Ruhe, mit der Ridley Scott ALIEN aufbaut, würde einigen zeitgenössischen Horrorfilmen auch gut stehen. Er lässt sich ausgiebig Zeit und als Zuschauer kann man sich in der kargen Nostromo und ihren dunklen Gängen verlieren, der Crew bei ihrer Routine zuschauen und sich dann am unheimlichen und unwirtlichen Planeten, den die Crew des Frachters wegen eines Notsignals erkundet, ergötzen. Atmosphärisch ist der Film bis zum Ausbruch der titelgebenden Kreatur US John Hurts Brust eine inszenatorische Wucht, verliert sich dann…

  • Don't Breathe

    Don't Breathe

    ★★★

    Fede Alvarez schuf mit DON’T BREATHE im Ganzen betrachtet einen überdurchschnittlich guten Horrorthriller, dessen größte Stärken seine sehr gute Kameraarbeit und seine Atmosphäre sind. Die mancherorts dem Film verbuchte Originalität ist bis auf eine Ausnahme eher mutloses abspielen genreüblicher Storyverläufe. Zwar können auch Filme mit vorhersehbarer Handlung packen, DON’T BREATHE schafft dies in seiner kammerspielartigen Tour de Force selten. Außerdem kann man als Zuschauer weder zum überfallenen blinden Mann noch zu den drei Einbrechern wirklich einen Bezug aufbauen. Alvarez und…

  • Keanu

    Keanu

    ★★★

    Klarer Star ist natürlich das titelgebende Kitten, der einen riesengroßen Cuteness-Faktor erzeugt (noch mehr, wenn man wie ich Katzenbesitzer ist). Daneben bietet KEANU solide Komödienkost, die recht launig Gangsterfilme veralbert und dezent auf den Humor solcher Filme wie FRIDAY etc. setzt. Nicht alle Gags sind gelungen, aber die Hauptdarsteller und in den USA bekannten Comedians Jordan Peele und Keegan Michael-Key geben die unfreiwilligen Killer, die in eine Gang von Drogendealern reinrutschen, recht sympathisch. Die schon deftiger inszenierten Shootouts irritieren, sollen…

  • Mercy

    Mercy

    ★★

    Home Invasion der umständlichen und blöden Sorte: der Autor von BURIED, Chris Sparling, hat hier nicht nur das Drehbuch geschrieben sondern auch Regie geführt. Seine Geschichte um zwei Brüderpaare, die in ihr Elternhaus zurückkehren, weil ihre Mutter im Sterben liegt und sich in der ersten Nacht ihrer Ankunft mit maskierten Einbrechern, die gewaltsamen Zutritt zum Zimmer der Mutter wollen, ist äußerst chaotisch und umständlich. Der Bruch in der Geschichte, ein Flashback und gleichzeitig die selbe Geschichte aus der Perspektive der…

  • Rare Exports: A Christmas Tale

    Rare Exports: A Christmas Tale

    ★★

    RARE EXPORTS verspricht großes Potenzial und schöpft es überhaupt nicht aus. Mag sein, dass ich hier mit vollkommen anderen Erwartungen rangegangen bin und die eingeschlagene Richtung des Films so ganz anders ist, aber: bei der Schlusspointe des Films macht sich Ernüchterung breit.


    Selbst wenn die Perspektive des Kinderprotagonisten immer wieder dazu einlädt, zu mutmaßen, ob der Weihnachtsmann wirklich eine böse Gestalt war, die unter einem Geröllberg begraben wurde und nun von Forschern ausgegraben wurde oder eben nur kindliche Einbildung: der…

  • Santa's Slay

    Santa's Slay

    ★★★

    Der Einstieg ist hübsch garstig, dann verwässert der Film zusehends. Richtig schade ist, dass SANTA'S SLAY im komödiantischen Teil versucht, es allen recht zu machen. Wortspiele, Albernheiten, nett absurde Einfälle und einige sehr pubertäre Zoten in eines geworfen, möchte nicht funktionieren. Das geht auch zu lasten des Horroranteils, der irgendwann einfach da und Aufhänger für die nächsten Gags ist. Kein richtiger Reinfall, da einige Sachen wie die Rückblende im Puppentheaterstil, einige Gimmicks des mördererischen Weihnachtsmannes und sogar manche Gags doch zünden wollen. Gesamt gesehen ist SANTA'S SLAY allerdings nur Durchschnitt.

  • The Great Gatsby

    The Great Gatsby

    ★★★½

    Die fünfte Verfilmung des Buches von F. Scott Fitzgeralds Buch ist vor allem eines: purer Pomp und Pop. Baz Luhrmann knallt einem eine ausufernde Szene nach der anderen um die Ohren: die Optik ist immer extravagant, auch wenn der Australier über die Zeit des Films den ganz großen, protzigen Stil zurückfährt. So lässt er der Geschichte und ihrer dramatischen Wendung (Stichwort: Hotelszene) mehr Raum, kann aber nicht verbergen, dass seine Reduzierung des Buchstoffs auf die Liebe zwischen Jay und Daisy…

  • Death Race

    Death Race

    ★★★½

    Paul remaket Paul: Herr W. S. Anderson nimmt sich Bartels überdrehtem und schön hintergründigem DEATH RACE 2000 (dt. Titel FRANKENSTEINS TODES-RENNEN) an und reduziert ihn zu einer Aneinanderreihung langer, ausgedehnter Rennszenen.

    Doch Moment! So, wie Anderson das anpackt, ist es gar nicht mal schlecht. Es geht immer noch um ein Rennen um Leben und Tod. Hier als im Internet übertragene Show, die Protagonisten: Häftlinge einer Strafanstalt (wer fühlt sich noch ein wenig an THE CONDEMNED erinnert?). Darunter der am angeblichen…

  • Tulpa - Demon of Desire

    Tulpa - Demon of Desire

    ★★★½

    Federico Zampagliones Neo-Giallo hat seine Probleme im erzählen der Geschichte. Die erste Hälfte konzentriert sich zu stark auf die ausgiebigen Tötungsszenen, bringt das drumherum nicht groß nach vorne und stolpert in der zweiten Hälfte über das hastige Nachholen der eigentlichen Idee und Story, die TULPA erzählen möchte. Dafür gibt er sich schön frisch, schielt nicht wie andere Neo-Gialli auf die großen Werke der 70er und eifert ihnen auch nicht nach. Ansatzweise natürlich auch hier Einflüsse auszumachen, allerdings nicht so übergroß…

  • Metalhead

    Metalhead

    ★★★★

    Ragnar Bragasons Film erzählt die Geschichte über ein Mädchen, welches sich nach dem Tod des Bruders, den sie mit ansehen musste, in ihre eigene Welt flüchtet: die Heavy Metal-Szene, das Steckenpferd des Bruders. Der Film erzählt das ganze relativ simpel, dafür ist das ganze aber ansprechend verpackt und gut gespielt. So kann man METALHEAD einige vorhersehbare Momente oder klischeehafte Zeichnungen der Figuren verzeihen. Auch das befreiende Ende, an der Peinlichkeit kratzend, verdaut man schnell. Die Botschaft, dass man sich dem…

  • Snuff Trap

    Snuff Trap

    ★★

    Bruno Mattei, ein Trash-Veteran des italienischen Genrekinos, dessen Filme manchmal Werke von ähnlichen Regisseuren wie Demofilo Fidani oder Joe D'Amato wie Arthouse-Filme wirken lässt. SNUFF TRAP ist Matteis dreiste Version von Joel Schumachers 8MM, Direct To Video und digital gedreht, dabei dreist einige Szenenfolgen des Vorbilds kopierend. Wegen dieser Scheißegal-Attitüde, die ein leichtes Grinsen hervorringen kann, gibt es letztendlich auch wirklich zwei Sterne. Und wegen Anita Auers bizarren, überdrehten Performance als fiese Snuff-Regisseurin. Ansonsten bietet SNUFF TRAP wenig interessantes, das…

  • Lights Out

    Lights Out

    ★★★

    Sandbergs Kurzfilm ist weniger als drei Minuten lang, hübsch getimt und damit effektiv. Sandbergs Spielfilm ist ein Horrorfilm unter vielen, der ein familiäres Drama mit mysteriöser Gruselei verbindet und dadurch beides in seiner Geschichte aufzulösen versucht. Leider greifen die Schockszenen niemals richtig in die Handlung, stehen seltsam für sich allein und lassen LIGHTS OUT trotz guter Grundidee und netten Einfällen zu einem Werke aus der Kategorie 08/15 werden. Schade darum.

    Ausführlicher ist's im Review beschrieben.