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HORRORCTOBER 2017

Mein Horrorctober 2017 mit dem jeweiligen Medium und einer Kurzkritik in den Anmerkungen.

  • Phase IV

    1.Phase IV

    ★★★½

    DVD
    Science Fiction-Horror über mutierte Ameisen, der an Andromeda Strain erinnert, stellenweise sehr langsam aber atmosphärisch dicht daherkommt und von Saul Bass' experimentellen Bildern veredelt wird

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  • Gerald's Game

    2.Gerald's Game

    ★★½

    Netflix
    Die Stephen King-Verfilmung hat eine herrlich fiese Prämisse, die dann aber nie richtig genutzt wird. Die Trauma-Backstory sieht man beim Babadook weitaus besser, die Bilder langweilen, den Twist der letzten zehn Minuten hätte man sich schenken können. Spannungsarm und unnötig.

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  • Night of the Living Dead

    3.Night of the Living Dead

    ★★★

    Netflix (Uncut!)
    Romero prägte '68 den Zombiefilm, Savini erzählt den Film einfach nochmal. Nur halt in Farbe. Merkwürdig blutarm. Und mit anderem Ende.

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  • The Last Horror Film

    4.The Last Horror Film

    ★★

    Amazon Prime
    Ein B-Movie, das durch das Cannes-Setting einige interessante Meta-Momente aufweist, sonst aber qualitativ schmerzhaft wenig vorzuweisen hat.

  • Society

    5.Society

    ★★★½

    Blu-ray
    Durch und durch 80er. Ein großer Spaß, der nicht so doof ist, wie er oberflächlich aussieht.

  • The Hitcher

    6.The Hitcher

    ★★★

    DVD
    Rutger Hauer ist wahnsinnig (und) gut, die Inszenierung ist angenehm straff. Dafür nervt der flache und konstruiert wirkte Plot und auch der Subtext bleibt schwammig. Schade.

  • Life

    7.Life

    ★★½

    Amazon Video
    Life ist durch und durch okay. So okay, dass er langweilt und im Mittelmaß versinkt. Mit Christian habe ich beim Second Unit-Podcast über den Film gesprochen: secondunit-podcast.de/?p=4550

  • The Wailing

    8.The Wailing

    ★★★★½

    Kino
    Ein Wahnsinnsfilm! Spannend, verstörend, unangenehm und mit einer einzigartigen Atmosphäre ausgestattet, streift das wunderschön fotografierte Horrordrama vielfältige Themen wie Familie, Hilflosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Misstrauen gegenüber Autoritäten. Ein aktuelles wie zeitloses Meisterwerk!

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  • Resolution

    9.Resolution

    ★★★

    Blu-ray
    Kluger aber etwas überladener, geschwätziger und sprunghafter kleiner Low Budget-Horror, der insgesamt viel aus seinen Möglichkeiten macht. Für Indie- und Meta-Freunde.

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  • Prince of Darkness

    10.Prince of Darkness

    ★★½

    Blu-ray
    Ich werde mit Carpenter irgendwie nicht warm. The Thing zählt zwar zu den besten Filmen überhaupt, hier regiert jedoch mal wieder größtenteils Langeweile.

  • The Skin I Live In

    11.The Skin I Live In

    ★★★★

    Netflix
    Ein verqueres Melodram, das sich seinen Platz im Horrorctober durch bösartige Wendungen verdient. Besonders gelungen sind Kamera, Struktur und der Subtext um Macht und Sexualität.

  • The Changeling

    12.The Changeling

    ★★★★

    DVD
    Ein bisschen viel Krimi-Plot, aber sonst ein exzellent fotografierter Old School-Gruselfilm.

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  • Berlin Syndrome

    13.Berlin Syndrome

    ★★

    Netflix
    Berlin Syndrome erzählt von der australischen Berlin-Touristin Clare, die sich in Andi verliebt. Nur dass der sich als Psychopath entpuppt, der sie in seiner Wohnung einsperrt.

    Der Film beginnt stark, die anfängliche Verliebtheit ist glaubwürdig inszeniert und lässt die folgende Wandlung dennoch durchscheinen. Die allein reisende und dadurch hilflose und nicht vermisste Touristin ist eine starke Figur, genau wie ihr Gegenspieler, dessen Angst verlassen zu werden und daraufhin zu extremen Methoden zu greifen, die DDR-Geschichte spiegelt. Die beiden Hauptdarsteller machen ihre Sache gut.

    Doch nach einer gelungenen Exposition baut der Film ab. Er zeigt keinerlei Interesse, uns die Figuren näherzubringen. Gerade Clare wird sträflich vernachlässigt. Schnell fügt sie sich in ihr Schicksal. Wer sie ist, was sie antreibt, wie sie ihre Tage verbringt? Scheinbar egal.

    Dazu verweigert sich der Film den meisten Genre-Konventionen, verliert dadurch aber auch die zu Beginn vorherrschende Anspannung. Dann wird ein bisschen vor sich hin konstruiert, man nimmt sich sehr viel Zeit um sehr wenig zu erzählen und findet ein äußerst unbefriedigend Ende. Dass das Geschehen in zweckmäßige Bilder ohne jeglichen doppelten Boden gekleidet ist, zementiert das Mittelmaß.

    Berlin Syndrome hätte so viel erzählen können über moderne Beziehungen, Verlustängste, die Stadt Berlin. Er hätte ein einfacher klaustrophobischer Entführungs-Reißer sein können. Stattdessen ist er am Ende ein verdammt belangloses Drama. Wie passend, dass er bei Netflix zu sehen ist.

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  • Bad Taste

    14.Bad Taste

    ★½

    Amazon Prime (Uncut!)
    Ein eigentlich ziemlich dummer Studentenfilm zum Vergessen, wenn er nicht von Peter Jackson wäre. Immerhin: Ein paar Gags sitzen und handwerklich ist er in Relation zum Budget beeindruckend.

  • Mimic

    15.Mimic

    ★½

    Sky Ticket
    Guillermo del Toro wird ja von vielen sehr geschätzt, von mir weniger. Klar, Fantasie hat der Mann. Doch in Mimic sind Figuren, Dialoge und die Story dermaßen plump und belanglos, dass das hübsche Creature Design nichts mehr retten kann. Und dann wird es auch noch in wild geschnittene, schwärzeste Bilder verpackt und von miesem 90er-CGI umrahmt. Enttäuschend.

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  • The Editor

    16.The Editor

    ★★★

    Amazon Video
    Eine Mischung aus Giallo-Hommage und -Parodie mit dem Herz am rechten Fleck. Verkommt leider ein wenig zur Nummern-Revue und dürfte sich ruhig etwas ernster nehmen. Viele Lacher, gelungene Zitate, überzeugende handgemachte Effekte und der wunderschön eingefangene Giallo-Look machen das aber wieder wett.

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  • The Texas Chain Saw Massacre

    17.The Texas Chain Saw Massacre

    ★★★½

    Blu-ray
    Stark: die plötzlichen Eruptionen der Gewalt, der greifbare Wahnsinn, der experimentelle Score, die Härte und Konsequenz.
    Drehbuch, Pacing und Schauspiel können nicht mithalten, geben dem Film vielleicht aber gerade dadurch seine seltsame, einzigartige Atmosphäre.

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  • Raw

    18.Raw

    ★★★★

    Rakuten
    Hart, konsequent, wirkungsvoll. Ein würdiger Nachfahre der New French Extremity. Möglicherweise etwas oberflächlich, dass klären wir demnächst im CineCouch Podcast.