A Fistful of Dollars

A Fistful of Dollars ★★★★

Spontane Huldigungsfesttage an den Italowestern!

TAG 2:
PER UN PUGNO DI DOLLARI - Für eine Handvoll Dollar!


Kommen Sie nach San Miguel!
Da ist das Leben noch schön.
Ab und zu könnte es aber zu Ruhestörungen in Form von Schießereien und Foltereskapaden kommen, denn zwei verfeindete Clans/Familien/Banden können sich nicht ausstehen und wollen sich am liebsten Gegenseitig über den Haufen rennen.
Von Vorteil wäre es auch wenn Sie gut betucht sind, da man in San Miguel entweder Reich ist, oder tot...

Sergio Leone´s Blaupause für den Italowestern macht keine Gefangenen.
Hier geht´s derbe, blutig und brutal zur Sache. Kompromisslos und unbarmherzig. Bis heute eine staubige Krawallo-Oper die jedesmal einen unentrinnbaren Sog offenbart.
Spätzünder wie ich, der erst mit dem amerikanischen Western Erfahrungen im Genre sammelte, klappte da schon ganz arg dolle die Kinnlade runter.
Das lag auch an Clint Eastwood, der sich seitdem als mein Lieblingsmime und Lieblingsregisseuer etabliert hat.
Viel sagen muss er nicht. Er ist für sich allein und kommt damit am Besten klar. Genauso ist es richtig, damit geh ich konform.

Seine Vorteile als einsamer Fremder in einer fremden Stadt spielt der mysteriöse Revolverheld gekonnt aus. Dennoch gilt es einiges einzustecken.
Aber die Rechnung haben die Bödullis ohne den Poncho tragenden und Zigarillo qualmenden Hünen mit finsterer Miene gemacht.
Der Sargschreiner nimmt schonmal Augenmaß...

Angelehnt an Akira Kurosawa´s YOJIMBO (Wo bleibt verdammt nochmal ein Blu-Ray Release hierzulande???) inszeniert Leone schon fast ballettartig die Blutorgie.
In San Miguel regiert die Hölle und das Mündungsfeuer gegen Ende ist immer noch Bretthart und verfehlt seine Wirkung nicht. Die Frage von Moral und Ethik stellen sich hier kaum welche. Hier sprechen Bilder und Ausdrücke in den verschwitzten und staubigen Gesichtern. Karg wie die Landschaft drumherum.
Ein Hammer-Western! Zynisch, kompromisslos und der Auftakt zu zwei weiteren Leone-Meisterwerken die im Gesamten die sogenannte Dollar-Trilogie abbilden. Einer besser als der andere.

Und der Score von Ennio Morricone?
Dazu muss ich doch ernsthaft nix sagen!
Belastend wer den nicht kennt!


Ich nähe jetzt weiter an meinem Poncho und sattel mein Maulesel...

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