Finding Dory ★★

Ganz, ganz schwache Nummer von den Damen und Herren bei Pixar, die - wie auch schon MONSTERS UNIVERSITY - einen abgeschlossenen Vorgänger wieder aus der Mottenkiste holt, aufwärmt und dabei tief in die Sequel-Falle tappt.

FINDING DORY hat keinen Flow, nichts zu erzählen und dreht sich inhaltlich immer und immer und immer wieder im Kreis, was in tiefer Langeweile endet. "Oh, ich vergesse alles, oh, ich kann mich an nix erinnern, oh, mir fällt doch was ein." - so geht es in einer Tour, doch will die Geschichte um Dory (wenn man es denn so nennen will - Schnitzeljagd wäre wohl angemessener) einfach nicht berühren, weil der Film nicht aus sich selbst heraus voran schreitet sondern arg aus den Fingern gesaugt wirkt. Seine prägnanten Momente nicht organisch, sondern wie nach Checkliste abarbeitet.

Muss supie-cutie sein, also gibt es Flashbacks zur kleinen Dory mit Kulleraugen, muss rasante Action-Momente haben, also führen wir den Guerilla-Octopus ein, muss alle alten bekannten einmal zeigen, also kommen die "Dudes", die Möwen und natürlich alle ehemaligen Hauptfiguren vor. Doch all dies verfehlt im Kern ganz essentiell (irgend)etwas zu erzählen, das über die Erkenntnisse aus FINDING NEMO hinaus geht.

Technisch zwar top umgesetzt (obwohl gefühlt über die alten Presets lediglich 1-2 Schichten Detaillevel neu drüber gerendert wurden) zog sich dieser unnötige und leere Film wie ein 5 Stunden Koloss. Nichts erwartet, daher nicht enttäuscht, doch dass nach dem grandiosen INSIDE OUT etwas derart belangloses kommt, ist schon schade!