Love Exposure

Love Exposure ★★★★½

Love exposure schreckt erstmal ab mit seiner 4 stündigen Laufzeit, dem eigenwilligen um nicht zu sagen hässlichen Digitalkamera-Look und der darin inszenierten todernsten Absurdität.

Ein Priestersohn soll beichten. Doch fällt das dem im reinen lebenden Jungen schwer, weshalb er sich auf eine sündenvolle Reise begibt und der größte Upskirt Fotograf Japans wird. Auf einem seiner voyeuristischen Streifzüge geschieht dann das Wunder, er begegnet der heiligen Mutter Maria in Form der 17 jährigen Yoko und kriegt endlich seine erste Erektion.

Das ist so ungefähr die Prämisse des Films, die nach cirka 60 Minuten etabliert ist (jetzt wird auch erst der Titel eingeblendet).Klingt schon verrückt genug? - Jep, doch die durch und durch Japanische Pulp-fiction-lawine kommt jetzt erst ins Rollen.

Der Film erzählt dialektisch von Religion und Perversion, inszeniert in fünf Akten und ist doch die materialisierte Unkonventionalität, changiert zwischen japanischer Popmusik und Beethoven.

Kurzum, der Film lebt von radikalen Kontrasten und vereint das vermeintlich Unvereinbare. Son Sionos Kleber, der dieses Potpourri der Absonderlichkeiten zusammenhält, ist die Liebe, deren Schicksalhafter Charakter die Figuren und die Handlung vorantreiben und trotz der wahnsinnigen Überlänge für absolute Kurzweiligkeit sorgt.

Trotz der Lobesworte ist das schon echt abgedrehter over-the-top-Japano-shit, dem mehr Budget wahrscheinlich gut getan hätte und ich werde einige Zeit brauchen, bevor ich mir das nochmal gebe. Eine Sternebewertung für dieses Postmoderne Monumentalwerk? - Uff

Jakobob liked these reviews

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