First Man ★★★

Standard Biopic, dass gerade in den Drama-Abschnitten enttäuschend flach und risikoarm daherkommt. Ryan Gosling sticht - außer in einer Szene, in der er weinen darf - nicht großartig hervor und Frau Foy, als seine Leinwandehepartnerin, wird auf die Rolle der braven Unterstützerin reduziert.

Glänzen kann First Man hingegen in den Action- und Raumfahrerszenen. Damien Chazelle weiß diese Passagen hochspannend, hautnah und trotzdem ruhig zu inszenieren. Glänzen kann dann auch die technische und visuelle Umsetzung. So sind die einzelnen Etappen der Weltraumeroberung und die Mondlandung als logisches Highlight gestochen scharf bebildert, sorgen aber im Umkehrschluss für einen störenden Kontrast zu den extrem grobkörnigen und auf alt getrimmten Privatmomenten des Menschen Neil Armstrong.

Diese Ungleichheiten sorgen dafür, dass sich First Man nicht perfekt zu einem einheitlichen und emotionalen Erlebnis zusammenfügen lässt. Zumindest aus wissenschaftlicher Sicht interessant ist es trotzdem.