Knives Out ★★★½

Zuerst einmal, ich bin niemand der auf Episode 8 rumkotzt.
Ich hab also kein Interesse daran, den Regisseur jetzt im Besonderen im Auge zu behalten und ja zu hoffen, dass ich unreflektiert mit der Kommentarsektion rumhassen kann.

Der Trailer hat auch ein großes ,,Fuck Yeah,, bei mir rausgekitzelt.

Immerhin punktuell kam ein Yeah raus. So manches wurde dann doch leider eher ein Fuck.

Zuerst einmal: der Film ist gut. Nicht Mittelmäßigkeit, nicht scheiße, sondern gut. Er hat nur ein großes riesiges Problem. Er ist zeitweise, besonders im Mittelteil, stinkend langweilig.

Wie bei einer künstlerischen verzwirbelten Holzskulptur, bei der man weiß, dass da wer Jahre dran arbeitete und der Künstler wirklich was von Stil verstehen muss. In die Bude stellen will man sich das Teil trotzdem nicht, weil man sich schnell satt gesehen hat.

Allerdings retten natürlich die Schauspieler, seltener die geschriebenen Charaktere, alles.

Schade, dass so mancher gar keine Screentime hat und scheinbar nur für Marketingzwecke reingedrückt wurde.

Die die dann jedoch loslegen dürfen, tun das mit der doppelten Dosis. Craig ist dabei das absolute Glanzlicht. Sein, nur im Schein, vertrottelter irgendwie nerdiger und doch einnehmender Detektiv ist pures Gold. Armas mit ihrem kotzigen Herz am rechten Fleck Zucker und das Cap endlich einen Arsch spielen darf macht ihm sichtlich Spaß.

Auch das wichtigste, die Auflösung ist mehr als gelungen.

Optik, Humor und die grundlegende Geschichte passen. Das Drehbuch schafft es nur leider nicht, den Drive auf Anschlag zu halten, wobei auch die Übersicht gerne mal flöten geht.

DAS LOCH IM DONUT!!!!!

johnholmes liked these reviews