Once Upon a Time… in Hollywood

Once Upon a Time… in Hollywood ★★★★

Mit einem Quentin Tarantino Film kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Und somit ist auch klar, dass Once Upon a Time in Hollywood ein toller Film ist.

ABER...

Für mich haben sich die 2 Stunden, 40 Minuten teilweise auch wirklich angefühlt wie Länge. Gerade im Mittelteil verliert der, ohnehin sehr charakterbezogen erzählte, Film gefühlt seinen ganzen Erzählstrang und lebt von Moment zu Moment. Die drei Hauptcharaktere durchleben hier auch alle eher eigene Geschichten, was zwar durchweg toll gespielt und inszeniert ist, aber gefühlt auf kein Ergebnis hinarbeitet. Dieses Gefühl löst sich erst im letzten Akt, wo Tarantino einiges an Registern zieht und ein unglaublich kontroverses Finale erschafft, welches sicher nicht jedem gefällt. Ich persönlich habe meine Theorien hierfür und kann somit gut mit diesem Finale leben.
Trotzdem mangelt es dem Film für mich einfach an einer Erzählstruktur. Von Moment zu Moment machen die 160 Minuten echt Spaß, aber so wirklich packen konnte es mich nie. Dies liegt zu keinem Zeitpunkt an Cast oder Cinematographie, sondern an der bewusst gewählten Erzählstruktur. Oder dem Fehlen ebendieser. Der Cast ist grandios, auch wenn mir Margot Robbie stets wie ein Fremdkörper vorkam, der erst am Ende wirklich Sinn ergibt.

Once Upon a Time in Hollywood ist ein eher enttäuschender Tarantino-Streifen. Damit aber immer noch ein wirklich guter Film.