Duel at Diablo

Duel at Diablo ★★½

Ein recht harscher Film. Die männliche Hauptfigur ist getrieben von Rache für seine von unbekannten Mördern skalpierte indianische Frau, die weibliche Hauptfigur wurde von Apachen entführt, geschändet und geschwängert und dann verstoßen - und kann weder in ihrer alten Welt, wo sie bespuckt wird, noch in der Welt der Indianer Fuß fassen.
Das sind düstere und komplexe Themen, die der Film aber letztendlich doch nur an das gegenseitige Abschlachten von Konföderierten und Indianern in einem Canyon verrät. James Garner und ein sehr cooler Sidney Poitier können dank komplett konturloser Figuren keinen Eindruck hinterlassen, das obliegt Bergman-Darstellerin Bibi Andersson in ihrer ersten Hollywood-Rolle. Die Action kommt ganz gut, aber was mir als Einziges und vermutlich für immer in Erinnerung bleiben wird, ist das Schicksal Dennis Weavers. Es ist nur ein Bild und man sieht auch nur einen zitternden Arm, aber meine Fresse, das ist hart. Da hat Ralph Nelson schon mal angekündigt, wie sein Wiegenlied vom Totschlag klingen würde.