Godzilla: Planet of the Monsters ★★

Dass Netflix „Godzilla: Planet der Monster“ in seinem System wie die erste Episode einer Serie listet, obwohl es sich um einen Kinofilm handelt, macht durchaus Sinn, denn am Ende blieb bei mir das Gefühl zurück, gerade einen Serienpiloten gesehen zu haben. Das beste am ersten animierten Godzilla-Film sind die größtenteils überzeugenden Actionszenen (auch wenn ich ganz am Ende des langen Finalkampfes, vor allem nach der – völlig vorhersehbaren – Wendung hin und wieder die Übersicht im Kampfgetümmel ein wenig verloren habe). Hier werden die Vorteile des Animationsfilms genutzt. Daneben gibt es aber viel Leerlauf. Die Figuren bleiben fast durchweg blass und uninteressant, auch Godzilla ist als „Rache Gottes“ einfach nur ein Zerstörungsmonster und vor allem sind viele der Erklärszenen (mit irgendwelchen, absurd anmutenden technischen Erläuterungen) ziemliche Stimmungskiller.

Insgesamt hätte man aus dem sehr ansprechenden und interessanten Ausgangsszenario viel mehr rausholen können und daneben hätte ich mir vom „Planet der Monster“ auch ein paar mehr (verschiedene) ebenjener Monster erwartet (es wird immerhin für die Sequels kurz angeteasert, dass es noch andere Arten gibt). Ach ja: Die für Franchise-Filme obligatorische Post-Credit-Szene darf natürlich nicht fehlen.

Im Rahmen des #Japanuary 2018 geschaut.