Executive Koala ★★★★

#Japanuary - Nr. 3

Fange ich mal mit dem Schlechten an. EXECUTIVE KOALA ist, trotz kurzer Dauer von 85 Minuten, zu lang. In der Mitte und am Ende, zieht es sich etwas. So, das ist dann aus dem Weg und wir können uns in Ruhe mit der Großartigkeit dieses Werks befassen.

WAS habe ich da grad gesehen? Wäre ich gezwungen jemandem so schnell als möglich die Prämisse zu erläutern, so würde ich sagen, es handelt sich um einen Geschäftsmann, der kurz vor Abschluss eines großen Deals unter Verdacht gerät, seine Freundin umgebracht zu haben. Soweit so wen interessiert es? Nun, besagter Geschäftsmann ist ein anthropromorpher Koala. Sein Chef ist ein weißer Hase und im Supermarkt bedient ein Frosch. Wie klingt das, fiktiver Reviewansprechpartner?

Hui, ganz schön schräg, das klingt nach Spa...

Moooment, das hier ist ja aber nicht nur ein bizarrer Krimi!!!

Nein? Was denn dann? Reichen die Tiere nicht?

Nein, es ist ein Krimi-Drama-Liebesfilm-Musical-Gefängnis-MartialArts-Slasher...mit einer Handpuppe, die ein fliegendes Eichhörnchen ist.

Puh, klingt nun aber ziemlich überladen. Wie handelt der Film das denn alles?

Überhaupt nicht, das ist dem völlig egal. Struktur ist ihm fremd. Eben noch durchlebt Herr Koala eine Trauerphase und dann wird eine Art TOTAL RECALL-Szenario draus, bis man das fallen lässt und ein Gefängnisfilm draus wird. Die überraschenden Wendungen sind ALLES hier. Es ist schlicht unmöglich vorherzusehen, was als nächtes passiert!

Klingt schon interessant, aber nimmt einen irgendwas auch so emotional mit?

Naja, gut...da kann man vielleicht doch noch mosern. Bei all dem Wahnsinn bleiben einem die Figuren tatsächlich eher egal. Aber das macht nichts! Das gleicht er durch seinen Eskapismus locker aus!

Soll man also schauen, ja?

Man muss!!! Ich fordere gar ein Gesetz, dass jeder diesen Film einmal im Leben gucken soll!