Hold the Dark

Die Mutter der Dummen ist immer bedeutungsschwanger.

Jeremy Saulnier ist da am stärksten, wo er sein Talent für raues Genrekino nicht in alberne Arthouse-Schwerfälligkeit kleidet. Leerstellen wie die Löcher in Destroyed-Denim-Trendjeans von H&M. Irgendwas mit Werwölfen als Metapher für rurale Isolation und Fehler, die durch die Generationen weitergegeben werden. Ein bisschen Urvölker-Mystizismus dazu, fertig ist "Wolfsnächte".

Alle Darsteller spielen so deprimiert, als hätten sie gerade erste realisiert, in was für einem Quatsch sie da mitwirken. Am schlimmsten ist Alexander Skarsgård, der mit hohem Klotz-Faktor beginnt und diesen dann weiter steigert.

Saulnier wird mit jedem Film ätzender. Soll er doch gleich einen drehen, in dem einem bitterernst dreinblickenden Mann zwei Stunden lang das Gesicht blutig geprügelt wird.