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  • What Time Is It There?

    What Time Is It There?

    Der Verkäufer reicht Hsiao-kang die angeblich unzerstörbare Uhr und natürlich pfeffert der sie mit voller Kraft auf den Boden. Tsai Ming-liang, Menschenkenner.

  • Lifeline

    Lifeline

    Johnnie Tos offene Verehrung für die eigenen Figuren ist hier wirklich herzallerliebst. Heldenposen ohne jede Ironie, die trotzdem genug Platz für Humor lassen. Die Kamera ist stets auf der Suche nach dem bestmöglichen Winkel, meist schaut sie bewundernd zu den Gesichtern hinauf.

    Und Überraschung: Wenn man sich ein wenig Zeit für die Figuren lässt, dann gerät auch das vierzigminütige Flammenspektakel am Ende mitreißend. (Die Stimmung in der Feuerwache erinnert an die Ersatzfamilie aus "Breaking News".)

    Einer der wenigen Filme, bei dem die Adaption als Serie sogar irgendwie folgerichtig wäre.

  • Ricky Gervais: Humanity

    Ricky Gervais: Humanity

    Rick Gervais: Whining about Twitter

  • All Monsters Attack

    All Monsters Attack

    Godzillas Erziehungsmethoden sind mehr als fragwürdig.

  • Cave of Forgotten Dreams

    Cave of Forgotten Dreams

    Natürlich sind die Dokumentarfilme von Werner Herzog hervorragend, aber manchmal stelle ich mir vor, wie er hinter Ecken lauert, um im richtigen Moment hervorzuspringen und unbehelligte Wissenschaftler mit Fragen wie "What is humanness?" zu verwirren.

  • Eros

    Eros

    The Hand: "In the Mood for Love" mit anderen Mitteln; eine Liebesgeschichte in der Form einer Tangente, Couture als Minnesang. Tolle Aufnahmen von Christopher Doyle.

    Equilibrium: Alan Arkin unterhält, Robert Downey junior nervt schon vor seiner Ironmanisierung. Hätte die Figur wirklich den Snooze Button erfunden, okay, aber so ist der Twist (?) eher belanglos.

    The Dangerous Thread of Things: Manche Filmemacher scheinen an eine bestimmte Zeit gebunden zu sein, Antonioni wirkt im Jahr 2004 so fehl am Platz wie seine Figuren. Einige Einstellungen haben eine wundervoll verquere Atmosphäre, aber allein die seltsamen Jeans sorgen dafür, dass man sich meist eher an ein schlechtes Shania-Twain-Video erinnert fühlt.

  • I, Tonya

    I, Tonya

    Als in einer der ersten Szenen der Song "Devil Woman" von Cliff Richard eingespielt wurde, um zu vermitteln, dass Tonya Hardings Mutter LaVona eine böse Frau ist, da wusste ich: Das wird nicht mein Film.

  • A Futile and Stupid Gesture

    A Futile and Stupid Gesture

    Gut: Die kurze Szene aus "Airplane!".

    Schlecht: Alles Szenen, die nicht die kurze Szene aus "Airplane!" waren.

  • Infinite Football

    Infinite Football

    Utopischer Inkrementalismus, in Babyschritten zum Paradies. Das tragisches Porträt eines bürokratischen Geistes, dessen wohltemperierte Weltanschauung immer wieder an der banalen, schlecht angelegten Wirklichkeit scheitert. Eigentlich aber auch ein hoffnungsvoller Film: Wo selbst minimale Veränderungen unmöglich erscheinen, sind vollständig neue Regeln genau so wahrscheinlich wie eine leichte Anpassung der alten.

  • Dragons Forever

    Dragons Forever

    Herr Ober, da ist eine Romcom in meinem Jackie-Chan-Film!

  • Drift

    Drift

    Hypnotisch. Man ist nicht traurig, wenn der Film die Menschen mit ihrer albernen Naturmystik aus den Augen verliert, um fast komplett metaphernlos die Formen, Farben und Bewegungen der Wellen zu erforschen. Irgendwann, wenn auch der Himmel ganz aus dem Bildrahmen verschwunden ist, verliert man das Gefühl für die Kamera und ihre Fahrt, sondern blickt auf das Meer, als wäre es ein statisches Plateau. Eine Oberfläche, unter der etwas vibriert, wie das Segel in einer anderen Einstellung.

    (Auch eine spätere Szene,…

  • Blue My Mind

    Blue My Mind

    Ein stimmiger Debütfilm. Die Verknüpfung von Coming-of-Age-Geschichte und Body Horror mag mittlerweile sehr vertraut erscheinen und auch formal werden nicht unbedingt neue Pfade betreten. (Erste Assoziation: "Raw" ohne die Großspurigkeit.) Dennoch ist "Blue My Mind" angenehm radikal: Es geht nicht um ein Erwachsenwerden im Sinne einer Eingliederung, sondern um das zwingende Drängen auf eine gänzlich andere Form des Lebens. Die Bündnisse und Beziehungen der Lebenswelt, die zurückgelassen werden muss, sind nicht ohne Wert, aber sie allein halten nicht. Ein neue Existenz ist so unabkömmlich wie Atemluft.

    (Ein großes Problem mit dem Mittelteil: Kein Mensch kann auf Schweizerdeutsch cool sein oder überzeugend fluchen.)