The Ballad of Narayama ★★★½

Fast schon dokumentarisch erzählt THE BALLAD OF NARAYAMA über das Leben in einem weit entlegenen japanischen Dorf. Dieses zeichnet sich durch eine landschaftlich opulente Schönheit aus, unterliegt jedoch einer großen Hungersnot.

Ähnlich wie in einem der visuell erstaunlichsten Filme des letzten Jahres spielen die kulturellen Bräuche der Dorfgemeinschaft eine zentrale Rolle. So begeben sich die Menschen hier, sobald sie 70 Jahre alt sind, auf einen der hohen Berge, um dort zu sterben. Der Film begleitet Orin, die 69 Jahre alte Dorfälteste. Der Film spielt nur nicht zur Sommersonnenwende, sondern im Winter; was den schönen Nebeneffekt von Schnee mit sich bringt.

Ich habe THE BALLAD OF NARAYAMA trotz des eher bedrückenden Themas nicht als sonderlich bewegenden Film wahrgenommen. Das liegt meiner Meinung an der Nebengeschichte rund um Orins Kinder und an der interessanten Idee, den Film immer mal wieder mit zur Handlung passenden Tierszenen zu füllen. Da ich das Ende aber sehr mochte und die Schauspielerin von Orin einen großen Kirin-Kiki-Vibe hat, ist der Film aber durchaus zu empfehlen.

Japanuary 2020 Nr. 14

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