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  • You Were Never Really Here

    You Were Never Really Here

    This review may contain spoilers. I can handle the truth.

    Wo ich beim ersten Mal orientierungslos durch den Film gestolpert bin, hat mich das zweite Mal diese Kombination aus rastlosem New York, Joaquin Phoenix‘ bulliger Präsenz, der Gewalt, der zersplitterten Montage und der aggressiven Tonspur total gestresst. Ich fühlte mich komplett in Joes Psyche versetzt, in der wie ein Vorschlaghammer seine Traumata arbeiten, und konnte mir nicht erklären, wie er das aushält. Aber der Film ist nicht nur eine Glanzleistung psychologischen Kinos, sondern auch ein Kommentar auf den einsamen Rächer…

  • In the Aisles

    In the Aisles

    Wie Franz Rogowski da als scheues Tier mit auf der Haut tätowierter Vergangenheit durch die Gänge eines Großmarkts schlurft und trotzdem ein Zuhause darin findet, weil es für Leute wie ihn sonst nirgends einen Platz gibt, ist (wie man so wunderbar sagt) großes Kino. Aber auch seine Kolleg_innen und generell der Arbeitsplatz Großmarkt werden mit viel Respekt, Distanz, aber auf Augenhöhe porträtiert – als humorvoller, herzlicher Mikrokosmos verlorener Seelen, die selten das Tageslicht sehen, aber ihre nur angerissenen größeren und…

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  • Toni Erdmann

    Toni Erdmann

    Man stelle sich Toni Erdmann auf Französisch vor: eine plumpe Culture-Clash-Komödie. Oder auf Amerikanisch: Ungleiches-Paar-Selbstfindungskitsch mit Moralkeule. Nein, erst die gute deutsche Trockenheit macht Toni Erdmann zu etwas Besonderem, weil sie in ihrer Bescheidenheit nichts vorschreibt. Weder die Lacher, die beiläufig und auf gut Glück erzeugt werden und genauso gut ausbleiben könnten, ohne dem Film sein Fundament zu nehmen. Noch die Identifikation, die durch eine verblüffend exakte Nachahmung des Durchschnittlichen, aber Charakteristischen erzeugt wird und durch die authentische Darstellung. Selten…

  • Age of Cannibals

    Age of Cannibals

    Ein paar Kapitalisten-Arschlöchern dabei zusehen, wie sie Opfer ihres eigenen Überlegenheitsdenkens werden - herrlich.
    Aber so einfach macht es der Film einem dann doch nicht. Die satirische Distanz ist nicht groß genug, als dass man diese Unternehmensberater nicht auch als Menschen wahrnehmen würde (was natürlich auch den genialen Schauspielern zu verdanken ist, die auf dem Grat nicht nur wandern, sondern regelrecht tanzen). Und die Geschlossenheit ihres Weltbildes, die ihr Handeln beinahe glaubhaft rechtfertigt, verblüfft auf den ersten Blick, ist auf…