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  • The Keeping Room

    The Keeping Room

    Eine wunderschöne, detailgenaue, ephemere Kameraarbeit, emotionale und brutale Musik, eine Szenerie wie nach einer Apokalypse. Vielleicht haben sich alle Männer gegenseitig getötet und zurück bleiben Frauen, die ihrer Privilegien beraubt sind und ein Bündnis über Hautfarben hinweg bilden, um die verbliebene, kondensiert toxische Maskulinität zur Strecke zu bringen – elegisch langsam erzählt und mit dosierter Aufmerksamkeit auf die Gewalt. Zwar wird die exakte Wucht des Beginns nicht ganz gehalten, aber insgesamt ist es doch eine Zusammenfassung der überschatteten intimen Kehrseite des Genres. Als hätte man The Beguiled noch einmal ordentlich erzählt.

  • Phantom Thread

    Phantom Thread

    Dieser Film macht viele Fässer auf um Kunst, das Leben und Beziehungen, aber er ist auch ein Duell der Schauspielstile und dabei ein Abgesang auf Daniel Day-Lewis' Affektiertheit.

    Genaueres im Leuchtturm.

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  • Toni Erdmann

    Toni Erdmann

    Man stelle sich Toni Erdmann auf Französisch vor: eine plumpe Culture-Clash-Komödie. Oder auf Amerikanisch: Ungleiches-Paar-Selbstfindungskitsch mit Moralkeule. Nein, erst die gute deutsche Trockenheit macht Toni Erdmann zu etwas Besonderem, weil sie in ihrer Bescheidenheit nichts vorschreibt. Weder die Lacher, die beiläufig und auf gut Glück erzeugt werden und genauso gut ausbleiben könnten, ohne dem Film sein Fundament zu nehmen. Noch die Identifikation, die durch eine verblüffend exakte Nachahmung des Durchschnittlichen, aber Charakteristischen erzeugt wird und durch die authentische Darstellung. Selten…

  • Age of Cannibals

    Age of Cannibals

    Ein paar Kapitalisten-Arschlöchern dabei zusehen, wie sie Opfer ihres eigenen Überlegenheitsdenkens werden - herrlich.
    Aber so einfach macht es der Film einem dann doch nicht. Die satirische Distanz ist nicht groß genug, als dass man diese Unternehmensberater nicht auch als Menschen wahrnehmen würde (was natürlich auch den genialen Schauspielern zu verdanken ist, die auf dem Grat nicht nur wandern, sondern regelrecht tanzen). Und die Geschlossenheit ihres Weltbildes, die ihr Handeln beinahe glaubhaft rechtfertigt, verblüfft auf den ersten Blick, ist auf…