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  • Thoroughbreds

    Thoroughbreds

    Filme über Außenseiter-Teenager-Mädchen mit Abgründen - auch so ein Mikro-Genre, dem ich nicht widerstehen kann. Komisch, komisch … Zwar fand ich die Darstellung oberflächlicher reicher Schnösel mit Mordgelüsten etwas oberflächlich (oder nicht grotesk genug). Andererseits wollte ich nach dieser Hamlet/Macbeth-Variation via Haneke trotzdem am liebsten sofort alle anderen Filme des Regisseurs sehen - obwohl Thoroughbreds unverkennbar ein Debüt ist. Wie Cory Finley Wahrnehmung durch Unschärfen, lange distanzierte Einstellungen und Auslassungen lenkt, darin steckt schon großes Potenzial. Und die Dynamik zwischen…

  • First Reformed

    First Reformed

    Ein kluger Film, der Gegensätze zusammenschweißt wie der Mensch die Verzweiflung und die Hoffnung: Unter der grauen, kargen, geordneten Schale brodelt die Wut über die Teilnahmslosigkeit der Menschen. Er ist eine Herausforderung - so wie der kaum greifbare Zustand der Welt. Aber so ein Ende, das die Entscheidung einfach aufs Publikum abwälzt, finde ich ein bisschen billig.

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  • Toni Erdmann

    Toni Erdmann

    Man stelle sich Toni Erdmann auf Französisch vor: eine plumpe Culture-Clash-Komödie. Oder auf Amerikanisch: Ungleiches-Paar-Selbstfindungskitsch mit Moralkeule. Nein, erst die gute deutsche Trockenheit macht Toni Erdmann zu etwas Besonderem, weil sie in ihrer Bescheidenheit nichts vorschreibt. Weder die Lacher, die beiläufig und auf gut Glück erzeugt werden und genauso gut ausbleiben könnten, ohne dem Film sein Fundament zu nehmen. Noch die Identifikation, die durch eine verblüffend exakte Nachahmung des Durchschnittlichen, aber Charakteristischen erzeugt wird und durch die authentische Darstellung. Selten…

  • Age of Cannibals

    Age of Cannibals

    Ein paar Kapitalisten-Arschlöchern dabei zusehen, wie sie Opfer ihres eigenen Überlegenheitsdenkens werden - herrlich.
    Aber so einfach macht es der Film einem dann doch nicht. Die satirische Distanz ist nicht groß genug, als dass man diese Unternehmensberater nicht auch als Menschen wahrnehmen würde (was natürlich auch den genialen Schauspielern zu verdanken ist, die auf dem Grat nicht nur wandern, sondern regelrecht tanzen). Und die Geschlossenheit ihres Weltbildes, die ihr Handeln beinahe glaubhaft rechtfertigt, verblüfft auf den ersten Blick, ist auf…