Pain and Glory

Pain and Glory ★★★

Ein alternder Filmregisseur, dessen Frühwerk "Sabor" in einer Retrospektive wiederaufgeführt werden soll, leidet an verschiedenen Krankheiten, bekämpft die Schmerzen mit Heroin und gibt sich, im Herbst seines Lebens angekommen, Erinnerungen hin an seine wunderbare Mutter und die Männer, die geliebt hat.
Diese späte semi-Autobiographie, in der sich Pedro Almodóvar von Antonio Banderas spielen lässt, ist sein sanftester, introvertiertester Film bisher. Die großen, bunten, tragischen Momente, die Almodóvars Meisterwerke häufig ausgemacht haben, fehlen völlig. Stattdessen sehen wir einem melancholischen Banderas zu, wie er die Erinnerung an seine Vergangenheit, an "Leid und Herrlichkeit" (deutscher Titel), in einen künstlerischen Prozess umwandelt.

Als Alterswerk hat das sicher seinen Reiz, aber insgesamt ist es auch etwas zu viel Nabelschau, und entgegen meinen Erwartungen habe ich mich deshalb sogar recht häufig gelangweilt. Und Langweile kann ich eigentlich auch einem der bedeutendsten europäischen Regisseure der letzten 20 Jahre nicht verzeihen.

Lenny liked this review