Mulholland Drive

Mulholland Drive ★★★★★

Llorando. Immer und immer wieder. Obwohl ich weder den Song richtig mitsingen kann, noch wirklich alles an diesem Film endgültig decodiert habe. Aber tollkühn gesagt: es gibt keine Szene, die Lynchs Absicht, Verständnis und Liebe in Sachen Kino/Film besser und ergreifender auf den Punkt bringt, als Rebekah Del Rios Auftritt im Club Silencio.

In diesem Moment ist völlig egal, was du weißt, was du verstehst, was du ahnst. Es geht darum zu fühlen. Die Angst, Trauer, Irritation, Zuneigung der zwei Heldinnen - und die reine Kraft des Kinos. Diese Fusion aus betörenden wie (im wahrsten Sinne des Wortes) berührenden Bildern und dem Klang einer kraftvollen wie herzzerreißenden Stimme, mit der Lynch Verwirrung, Konstruktion und eventuelle Sprachbarrieren für kurze Zeit auflöst, verzahnt, runterdampft oder gleichgültig macht.

Er erlaubt in dem Moment sich selbst, seinem Film und dem Zuschauer, sich fallen zu lassen. Doch wo andere nur fallen würden, kriegt er es dann noch hin, dieser losgelösten Sequenz für die Ewigkeit eine überaus relevante Bedeutung für die Story zu geben. Und das ist dann eben eines dieser Dinge, die für mich den Unterschied zwischen einem guten und so einem großartigen Film wie "Mulholland Drive" ausmachen. Oder eben das, wofür ich David Lynch so liebe. Meisterwerk.