The Villainess ★★★★

Fantasy Filmfest 2017, die wilde 13: The Villainess ist genau mein Kino. Es beginnt mit einer Plansequenz, die von der Ego- in die 3rd-Person-Perspektive wechselt, nachdem ihr Zentrum, Killerin Sook-hee, mit dem Kopf gegen einen Spiegel geknallt wird. Und es zeigt ein Schlachtfest, das mal eben in 10 Minuten mit allen John Wicks, Atomic Blondes, Hardcore Henrys oder Kingsmen den Boden aufwischt. Was folgt, ist tatsächlich nicht mehr wirklich originell: die koreanische Antwort auf Luc Bessons "Nikita". Aber es geht für mich deutlich tiefer, weil Regisseur Byung-gil Jeong das Seelenleben dieser Auftragsmörderin auf gleich drei (Zeit)Ebenen aufsplittet und dem "Hitgirl lernt die Liebe kennen"-Prinzip ein paar mehr Fallhöhen verschafft. Und weil er die Action, die Inszenierung und den (auch CGI-)Blutzoll einfach in neue, formschöne und kinetisch ungeahnte Höhen schraubt. Wer "The Raid 2" liebt, darf auch dieser tragischen Kampfmaschine sein Herz schenken. Ich hab es definitiv getan.

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