The Wandering Earth

The Wandering Earth ★★★

Man nehme: 2001, 2012, Armageddon, Passengers, Geostorm, The Day After Tomorrow, Supernova, City of Ember, etwas Interstellar, Gravity und gefühlt jeden anderen Popcorn-Sci-Fi- oder Katastrophenstreifen der letzten 10 Jahre und presse sie ihn einen Film. Man füge hinzu: Wolf Warrior Wu Jing, Drug War-Veteran Guangjie Li, einen Regisseur, der erst 2 Filme gemacht hat, Kitsch, Chaos, Pathos oder Familiendrama mit der groben Kelle und eine Armee an CGI-Artists. Plus: etliche, 11.000 Meter hohe Triebwerke, mit denen man die Erde aus der Umlaufbahn der Sonne schiebt (was den halben Planet ausrottet), um mit ihr für 4,2 Lichtjahre durchs All zu düsen. Das Ergebnis: ein Film, der in 3 Wochen über 600 Millionen Dollar eingespielt hat. Dessen zweiter Held ständig von sich behauptet ein Genie zu sein, aber dann fast nur Zukunfts-LKW fährt (und das Ding bis zum Schluss irgendwo gegendotzt). Dessen Kamera und Schnitt leider öfter noch hektischer sind als die Story. Der aber für 50 Millionen Dollar doch echt schick aussieht. Und der mitten im alles entscheidenden Explosiv-Manöver noch Zeit für ein Vater-Sohn-Gespräch findet, dass ich ja dann doch ganz rührend fand. Kurz gesagt: Ein Action-Blockbuster-Best-of-Mashup mit viel Zerstörung, viel Nonsens, vielen Schauwerten und viel China. Verdient seine Chance. Es müssen ja nicht immer die Amerikaner die Welt retten.

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