Tenebre ★★★★

Horroctober 2016 Film #4: Nach seinem gefeierten SUSPIRIA (1977) und dem wenig erfolgreichen INFERNO (1980) kehrte Argento dem fantastischen Horror kurzzeitig den Rücken zu und inszenierte mit TENEBRE einen vergleichsweise geradlinigen Giallo im modernen Setting. Trotz seines Titels (Dunkelheit) spielt der Großteil der Handlung bei Tageslicht. Neben einem Wiedersehen mit Argento-Muse Daria Nicolodi kann man sich an John Saxon in einer größeren Nebenrolle und einigen der blutrünstigen Morde im Oeuvre des Regisseurs erfreuen. Herausragende Szenen wie die Flucht Marias (Laura Wendel) vor einem angriffslustigen Hund und die beeindruckende Kameraarbeit im Vorspiel des Mordes an zwei jungen Frauen, untermalt von einem fantastischen Score von Goblin, lassen jedes Haar am Körper zu Berge stehen. Der perfekte Argento für Einsteiger in dessen Werk.