Dune

Dune ★★★★½

Ich habe wirklich mit allen Mitteln versucht, diesen Film so unvoreingenommen wie möglich zu sehen. Egal wie sehr mir die Trailer gefallen haben, egal wie sehr ich den Regisseur mag, den Cast, egal wie sehr ich mir einen Blockbuster mit Anspruch gewünscht habe. Mein Ziel war es, von einem derart großen Erlebnis komplett überwältigt zu werden, ohne es durch zu viel Hype im Voraus zu schmälern. Dune sollte eines dieser Kinoerlebnisse werden, die man nur ganz selten hat. Und das ist es auch geworden.
Wirklich vertraut war ich mit der Geschichte vorher nicht. Abgesehen von einem Brettspiel und der Version von David Lynch wusste ich nicht besonders viel, dementsprechend gut gelungen ist auch das Eintauchen in diese (fast) neue Welt. Und die Welt von Dune ist groß. Denis Villeneuve nimmt sich genug Zeit, um all das aufzubauen, was wichtig ist. Und obwohl man einzelne Versatzstücke vielleicht schon aus anderen Geschichten kennt, befindet man sich hier in etwas Einzigartigem. Die verschiedenen Fraktionen, deren Technologien, die Kostüme und die Planeten fügen sich zu einer glaubwürdigen Welt zusammen, von der man mehr sehen will. Der namensgebende Wüstenplanet dient mit seiner trostlosen Leere dabei perfekt für das Gefühl, Teil von etwas besonderem zu sein. Durch die umwerfenden Aufnahmen von Landschaften und Geschehnissen wird sehr deutlich: das hier ist kein einfacher Blockbuster. Das ist mehr. Das ist nicht alles greifbar, nicht alles leicht verständlich. Das soll den Zuschauer beschäftigen. Man will mehr von dieser Welt sehen. Mehr von den Figuren, von ihrer Entwicklung.
Und genau hier liegt das Problem. Dune ist bis jetzt nur der Anfang. Ich kann mir fast noch kein richtiges Urteil bilden, weil ich dazu mehr brauche. Ähnlich wie bei "Der Herr der Ringe" hört man ja nicht einfach nach einem Teil auf. Diese Geschichte brauchte einen solchen Einstieg. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir erleben können, was noch bevorsteht. Ich möchte mehr sehen von Timothée Chalamet und vor allem von Rebecca Ferguson. Vor allem aber von Denis Villeneuve. Der Anfang ist für mich geglückt. Jetzt muss es weitergehen.

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