Pain and Glory

Pain and Glory ★★★

Besonders gefallen haben mir Antonio Banderas in der Hauptrolle und das Zusammenspiel von Kamera und Musik. Wahrlich missfallen hat mir prinzipiell nichts — dennoch gehe ich relativ enttäuscht aus Leid und Herrlichkeit heraus. Schon länger habe ich mich auf ihn gefreut, weswegen ich dem Erlebnis in der Retrospektive umso ernüchterter entgegentrete. Für Pedro Almodóvars Dedikation, Mut und Ehrlichkeit sein eigenes Leben mit sämtlichen Höhen und Tiefen in eine Fiktion einzubauen, gebührt dem Kultregisseur jeder Respekt. Die wahrnehmbare Intimität jedes einzelnen Moments wird spürbar und zeugt davon, wie viel Herzblut Almodóvar in sein Werk investiert hat, aber trotzdem hat er es von meinem Standpunkt aus nicht geschafft, besagte Intimität auf mich zu übertragen.

Als zur Hälfte biographisches und zur Hälfte thematisch-subjektives Produkt verpassten beide Seiten des Filmes, einen richtigen emotionalen Impact zu hinterlassen. Dabei sind derart viele Versatzstücke und Elemente gegeben, dass es locker für einen gewissen Fang hätte reichen müssen. Oder vielleicht war auch genau das mein Hauptproblem: Es waren so viele Facetten eines ganzen Lebens auf kurzer Basis, dass bei keinem der Funke die Zündschnur erreicht hat. Um dem Film seine komplette Genialität abzusprechen, ist meine praktisch permanente Distanz zu stärkeren Gefühlen nicht genug. Sie ist schlichtweg aufgrund dieser auf dem Weg zu mir vom Kurs abgekommen.

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