Joker ★★★★★

Joker lässt sich Zeit seine Figur zu entwickeln. Sogar so lange, dass man den „wahren“ Joker, sprich Arthur in voller Montur und mit dem letztendlichen Makeup, gerade einmal die letzten 10 Minuten zu Gesicht bekommt. Aber macht das den Film schlecht? Mitnichten. Es war wichtig seine Entwicklung so präzise und langgezogen (wobei es mir nie wirklich lange vorkam) auf die Leinwand zu bringen. Zumal Joaquin Phoenix sich zweifelsohne die Seele aus dem Leib spielt. Sein Acting ist sagenhaft.

Der Film lebt von Joaquin. Er lebt von seinen spontanen Einfällen und Einsätzen, die es sehr oft auch in den fertigen Film geschafft haben. Joker lebt von der im Grunde düsteren Stimmung mit wenigen aber wohl platzierten amüsanten Einlagen. Er lebt von seiner Nachvollziehbarkeit. Das schafft Joker. Er schafft es, dass man sich in Arthur einfühlen kann. Nein, man versteht dadurch nicht jede seiner Handlungen. Aber man versteht wie und warum er bricht. Warum er zu dem wird, auf den wir uns alle gefreut haben. Und wir verstehen, warum er genau diese Person im Grunde schon immer war.

Meine Kritik: www.medien-im-fokus.de/filme/joker-filmkritik.html