Suburbicon

Puuhhh, es mag daran liegen, dass ich irgendwie eine Komödie erwartet hatte, aber Suburbicon hat mir nicht so richtig gefallen wollen. Der Stil ist toll und auch schauspielerisch kann ich gar nicht groß meckern. Wahrscheinlich sind die Szenen für sich allein auch alle gar nicht so übel. Allen vorran das Zusammentreffen von Julianne Moore und Oscar Isaac. In Summe kam mir Suburbicon aber leider etwas zu unfokussiert vor. So wichtig und aktuell sie momentan auch wieder sein mag: die Geschichte um die Nachbarn hätte man auch streichen können. Sie hat effektiv praktisch nichts zur eigentlichen Story beigetragen. Da hätte ich mir mehr Einblicke in das Familienleben der Hauptfiguren und deren Motivationen gewünscht.
Der Stil und die Aufmachung haben mir jedoch ganz gut gefallen, von daher würde ich den Film wohl am ehesten als Lightversion eines klassischen Coen-Films deuten. Die Brüder haben immerhin das Drehbuch geschrieben und es dann von George Clooney verschlimmbessern und verfilmen lassen. Kann man von halten, was man will.